Es ist schon Tradition in Schönwald, dass der Bürgermeister zum Jahresende einen kleinen Rückblick gibt auf die Dinge gibt, die ihm im Jahresverlauf wichtig waren.

Viele Baustellen im Ort

Ein Jahr der Baustellen habe der Ort in diesem Jahr erlebt – und das soll auch 2020 weitergehen. Nach einem kleinen Fehlstart konnte in diesem Jahr endlich das beliebte Freibad eröffnet werden, nunmehr als Naturfreibad.

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Naturfreibad als Juwel

Ein Juwel sei es geworden, so Bürgermeister Christian Wörpel in der letzten öffentlichen Ratssitzung des Jahres. Er habe begeisterte Rückmeldungen erhalten – und das Bad soll im kommenden Jahr durch weitere Attraktionen, die auch durch die Spendenaktion des CDU-Ortsvereins ermöglicht werden, noch schöner werden.

Platzgestaltung noch nicht abgeschlossen

Der Platz vor der katholischen Kirche sei zwar weitgehend, jedoch noch nicht ganz fertig. Das sei aber bewusst so, da man das Ende der Bauarbeiten am ehemaligen „Falken“ abwarten wolle – der durch privates Engagement sichtbar ein Schmuckstück werde. Am Gesamtbild, so hoffe er, werde sich in absehbarer Zeit noch einmal etwas ändern, da auch die Baulücke bei der einstigen Landpost bald gefüllt werden soll – das Grundstück sei bereits verkauft.

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Leuchtturmprojekt Wasserversorgung

In der Ortsmitte seien viele Dinge über das Landessanierungsprogramm erfolgt. Nun habe man dieses Sanierungsgebiet deutlich erweitert um etliche Straßen und Plätze. Ein Leuchtturmprojekt weit über die Ortsgrenzen hinaus habe man gemeinsam mit Furtwangen und Schonach mit der interkommunalen Wasserversorgung angepackt, das sich bereits im laufenden Jahr wieder sehr bewährt habe – nun seien auch viele Anwesen im Außenbereich schon angeschlossen.

Musterbeispiel in Baden-Württemberg

Diese Lösung gelte im gesamten Ländle als Musterbeispiel gelungener Zusammenarbeit. Überall, wo gegraben wurde, habe man zugleich Leerrohre für Breitband mit verlegt. Hier habe es wegen der geänderten Zuschusssituation einen längeren Baustopp gegeben. Im nächsten Jahr wolle man dafür verstärkt angreifen.

Die Bauarbeiten am ehemaligen „Falken“ sind noch nicht abgeschlossen.
Die Bauarbeiten am ehemaligen „Falken“ sind noch nicht abgeschlossen. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Im neuen Baugebiet „Sommerberg“ seien die ersten Grundstücke verkauft, erste Bauanträge bereits genehmigt – hier sei ein Anschluss an das Nahwärmenetz möglich, das auch 2020 erweitert werden soll. Nebenbei habe man durch dieses Projekt die Bourg-Achard-Straße sanieren können, was aus finanziellen Erwägungen erfolgt sei.

Straßensanierungen schon im Plan

Weitere Straßensanierungen seien bereits vergeben. Auch die Skirollerstrecke werde saniert, nachdem der Schießstand erfolgreich erweitert worden sei. Nun sollen auch Toilettenanlagen gebaut werden.

Handwerker voll ausgelastet

Nach Verkauf des Spitzbergerhofes habe man den Bauhof zentralisiert. Das Seniorenzentrum sei weitgehend fertig gestellt. Leider habe man manche Projekte hinten anstellen müssen, da Baufirmen und Handwerker voll ausgelastet seien.

Grandiose Französische Nacht

Viel zu feiern habe es in diesem Jahr gegeben: So sei eine grandiose Französische Nacht mit vereinten Kräften gestemmt worden, Jugendfeuerwehr und zuletzt die Frauengemeinschaft hätten tolle Jubiläen begangen. Die wundervoll gestaltete Friedhofskapelle sei durch AfS übergeben worden.

Neue Ärztin als Glücksfall

Nach langer Suche habe mit Susanne Discher eine Ärztin ihre Praxis im Kurort eröffnet – ein Glücksfall, wie Wörpel befand. Erweitert werde die Kita St. Antonius durch eine Waldgruppe. Mit seinen letzten Worten beim Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr dankte er allen, die dazu beigetragen hatten, denn nur im gemeinsamen Miteinander sei das möglich geworden.

„Hege und pflege das zarte Bäumchen, damit es einesw Tages ein großer kräftiger Baum wird“. Mit dieser Hoffnung übergibt Bürgermeister-Stellvertreter Adalbert Oehler (links) die Hoffnung an Kämmerer Harald Hafner.
„Hege und pflege das zarte Bäumchen, damit es einesw Tages ein großer kräftiger Baum wird“. Mit dieser Hoffnung übergibt Bürgermeister-Stellvertreter Adalbert Oehler (links) die Hoffnung an Kämmerer Harald Hafner. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Ein grünes und ein verdorrtes Bäumchen

In ebenso guter Tradition schickte Bürgermeister-Stellvertreter Adalbert Oehler Grüße und Dank an Bürgermeister, Verwaltung, Tourist-Info und Bauhof. Mit einem winzigen grünen und einem ebenso kleinen, völlig verdorrten Bäumchen trat er ans Rednerpult. „Wird die Gemeinde künftig so grün oder eher so kahl aussehen?“, fragte er provokant. Bürgermeister und Gemeinderat würden sich dafür einsetzen, dass der Ort ein blühendes Aussehen vermittle. Grün stehe auch für Hoffnung. Für das Wohl des Dorfes werde kräftig investiert.

„Pflanzen wir viele grüne Bäumchen„

„Hoffen wir alle, dass die Konjunktur belebt bleibt und damit die Zuschüsse weiter fließen“, betonte er. „Pflanzen wir alle zusammen viele kleine grüne Bäumchen, damit unser Schönwald zukunftsfähig bleibt“, merkte er an.

Namens des Gemeinderats wünsche er dem jungen Bürgermeister und seiner wachsenden Familie an den Festtagen und Tagen zischen den Jahren Stunden der innerlichen Ruhe und Entspannung. Das kleine Bäumchen übergab er dem Kämmerer – er solle es hegen und pflegen.