Der Kindergarten St. Antonius wird in den nächsten Monaten bei weitem zu klein sein. Nachdem dies festgestellt wurde, hatte die Gemeinde Schönwald in Absprache mit der Richard-Dorer-Grundschule in deren Gebäude die Einrichtung von zwei ausgelagerten Krippengruppe beschlossen. Derzeit laufen die letzten Arbeiten.

Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres kann die neue Gruppe voraussichtlich übergeben werden. Das Land stellte dazu Mittel aus dem Ausgleichsstock für finanzschwache Gemeinden in Höhe von 180 000 Euro wie beantragt zur Verfügung.

Der Kindergarten St. Antonius platzt aus allen Nähten. In der benachbarten Richard-Dorer-Schule werden neue Plätze geschaffen.
Der Kindergarten St. Antonius platzt aus allen Nähten. In der benachbarten Richard-Dorer-Schule werden neue Plätze geschaffen. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Beschränkt ausgeschrieben wurden dazu die Bodenbelagsarbeiten. Die Submission war am 20. Juni im Rathaus. Von fünf angeschriebenen Firmen gaben zwei ein Angebot ab. Günstigster Bieter war dabei die Furtwanger Firma Farben Gruber mit einem Preis von 18 000 Euro. Verlegt werden sollen im Gruppenraum 1, in den Schlafräumen sowie im Sozialraum ein Nylon-Teppichbelag, der besonders robust sein soll, so Hauptamtsleiter Andreas Herdner. In den Gruppenraum 2 und in den Flur-Eingangsbereich soll dagegen ein Kautschukbelag dafür sorgen, dass das Fallen weniger wehtut. In den Abstellraum kommt ein PVC-Belag.

Der Schönwälder Gemeinderat kam einstimmig überein, die Bodenbelagsarbeiten an Farben Gruber zu vergeben. Die Kosten sollen bei 15 527 Euro liegen.

Zwei Baugesuche beschäftigten die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung. Eine Eingangsüberdachung mit Carport in der Robert-Schumann-Straße im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Himmelswiese“ war nicht wirklich schwierig. Allerdings seien dazu zwei Befreiungen nötig: Nichtüberbaubare Flächen werden überbaut und ein Flachdach beantragt. Eigentlich aber sei laut Bauvorschrift Dachneigung und Bedachungsmaterial eines Nebengebäudes dem Hauptgebäude anzupassen. Der Schönwälder Gemeinderat rang sich zu einer einstimmigen Erteilung des Einvernehmens durch.

Schwerer taten sich die Ratsmitglieder beim zweiten Bauantrag für eine Fertiggarage in der Taunusstraße, Ecke Odenwaldstraße. Eigentlich verfahrensfrei, sind aber wegen der Vorschriften des Bebauungsplans „Sonnenberg-Oberbühl“ viele Befreiungen notwendig: Die überbaubaren Grundstücksflächen werden überschritten und freistehende Garagen sind nur zulässig, wenn sie bereits im Bebauungsplan ausgewiesen sind. Stellplätze sind zudem neben der Garage anzusiedeln, in diesem Fall sind diese vor der Garage. Obendrein ist ein Flachdach geplant. Die Vorschriften sehen eine Dachneigung von mindestens 20 Prozent vor.

Nach eingehender Diskussion wurde dem Vorhaben bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen Einvernehmen erteilt. Bedingung: Zwischen den Findlingen an der Straße und der Garage ist für Grün, wie beispielsweise höheren Gewächsen, zu sorgen.