Mitten auf dem Friedhof, auf dem normalerweise die Trauer zu Hause ist, herrschte große Freude, als das Kapellchen, das die Gruppe „Aktiv für Schönwald“ (AfS) in eigener Regie renovierte, feierlich der Gemeinde Schönwald übergeben wurde.

Sektempfang zur Eröffnung

Gruppensprecher Manfred Fattler konnte zu diesem Treffen mit Sektempfang und Besichtigung nicht nur Bürgermeister Christian Wörpel begrüßen, sondern auch Gemeinderäte und nahezu alle AfS-Mitglieder.

Nicht zuletzt hieß Fattler die vielen Sponsoren willkommen. Aus der ganzen Umgebung waren Sach- oder Geldspenden eingegangen, damit die Kapelle innen und außen saniert und mit Bildern und Heiligenfiguren geschmückt werden konnte.

Firmen und Privatpersonen helfen mit

Fattler zählte alle Firmen und Privatpersonen namentlich auf, die mitgeholfen hatten, dass die Kapelle wieder in neuem Glanz erstrahlt. Er vergaß auch nicht die Kommunionbank von der katholischen Kirche und die Bänke, die von der evangelischen Kirche gestiftet wurden.

Vergoldetes Kreuz wird gespendet

Das vergoldete Kreuz über dem Eingang habe eine großzügige Spenderin aus Hammereisenbach zur Verfügung gestellt. Vor allem lobte der Gruppensprecher aber die Hauptakteure, die sich zwei Jahre lang jede Woche für dieses aufwändige Projekt, das eine große Herausforderung für alle war, engagiert hatten.

Mehr als 600 Stunden Arbeit

„Mehr als 600 Stunden haben die 20 Frauen und Männer der AfS ehrenamtlich für die Friedhofskapelle gearbeitet“, betonte Fattler. Zum Abschluss übergab er Bürgermeister Christian Wörpel ein Funkgerät, mit dem auf Knopfdruck die Totenglocke gesteuert werden kann.

Ferngesteuerte Glocke

Als eine Sekunde später die Glocke auf dem Türmchen läutete, applaudierte das Publikum begeistert, während der Bürgermeister strahlte. „Bei Beerdigungen muss in Zukunft niemand mehr von der Trauerhalle zur Kapelle hinabeilen, jetzt geht alles automatisch“, sagte Fattler. Ab 1. Juli sei die Kapelle täglich geöffnet informierte Fattler.

Tatkräftige Helfer

Christian Wörpel sparte nicht mit Lob für das gelungene Projekt und sagte, dass die Gemeinde durch die Bürgerbewegung AfS schon viel Geld gespart habe. „Sie reden nicht nur, sondern packen tatkräftig an, wie beim Ehrenmal, bei der Gestaltung der Ortsmitte, der Obstpresse am Rathaus, der Wassertretstelle und weiteren Verschönerungen im Ort“, resümierte Wörpel.

„Grandiose Leistung“

Die Restauration der Friedhofskapelle sei jedoch eine „grandiose Leistung“, vor der er nur den Hut ziehen könne. Die Kapelle solle ein Ort der Besinnung und des Gebets für Friedhofsbesucher sein. Wörpel hatte eine Überraschung im Gepäck.

Scheck vom Schultes

Unter dem Beifall der Anwesenden überreichte er Fattler einen Scheck über 1000 Euro für die Arbeit von „Aktiv für Schönwald„. Als die Kapelle zur Besichtigung freigegeben wurde, strömten die Besucher hinein. Alle staunten über die gelungene Ausstattung mit sakralen Gegenstände und Statuen aus der Region. Auf Infotafeln kann man die Geschichte der beiden Gotteshäuser von Schönwald lesen.

Skulptur stammt aus Waldkirch

Adalbert Oehler präsentiert auch die Chronik der Kapelle und beschreibt die Skulptur des auferstandenen Christus, die schon ein halbes Jahrhundert in der Kapelle hängt. Nach intensiver Suche fand der Bürgermeisterstellvertreter heraus, dass das Kunstwerk von Holzbildhauer und Steinmetz Hubert Bernhard aus Waldkirch hergestellt wurde.

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