2028 wird es wieder eine Landesgartenschau in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg geben, und zwar in Rottweil. Das hat die Landesregierung am Dienstag bekanntgegeben, zusammen mit den weiteren Landesgartenschau-Standorten für die Jahre 2026 bis 2030.

Die Stadt Rottweil ist allerdings auch als einzige Gewinnerin der Region aus der Ausschreibung des Landes hervorgegangen: Zwar hatten sich auch Tuttlingen und Schramberg beworben, erhielten jetzt aber keinen Zuschlag. Entsprechend unterschiedlich fielen die Reaktionen aus.

„Wir freuen uns sehr und sind glücklich, dass Rottweil den Zuschlag für die Landesgartenschau erhalten hat“, so Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß in einer Stellungnahme. „Unsere Bewerbung hat eine breite Unterstützung in der Bürgerschaft erfahren. Sehr viele kreative Ideen sind eingeflossen“, wird Broß zitiert.

So sieht es aktuell am Neckarufer unterhalb der historischen Innenstadt Rottweils aus.
So sieht es aktuell am Neckarufer unterhalb der historischen Innenstadt Rottweils aus. | Bild: Stadt Rottweil

Für die Großveranstaltung in zehn Jahren soll vor allem Grüngürtel im Neckartal unterhalb der historischen Innenstadt aufgewertet werden. Dort befinden sich heute noch Gewerbebetriebe und Bahngleise, wo sich künftig parkartige Flächen erstrecken sollen.

Zudem soll der Neckar als Fluss wieder besser zugänglich und erlebbar gemacht werden. Angedacht ist auch eine neue Aufzugverbindung von der Innenstadt zum Bahnhof im Neckartal. Als Gesamtkostenrahmen gelten bislang 20 Millionen Euro.

Visualsierung: So könnte das Neckarufer unterhalb der historischen Innenstadt Rottweils im Rahmen einer Landesgartenschau umgestaltet werden.
Visualsierung: So könnte das Neckarufer unterhalb der historischen Innenstadt Rottweils im Rahmen einer Landesgartenschau umgestaltet werden. | Bild: Stadt Rottweil

Broß wies darauf hin, dass man sich in einem starken Bewerberfeld auch in der Region behauptet habe. „Auch Schramberg und Tuttlingen hätten den Zuschlag verdient gehabt.“ Bei der Ausrichtung der Landesgartenschau wolle Rottweil daher gerne auch die Nachbarstädte einbeziehen und eine Landesgartenschau veranstalten, die in die gesamte Region ausstrahlt.

Tuttlingen gratuliert Rottweil

Tuttlingens OB Michael Beck gratulierte den erfolgreichen Nachbarn in Rottweil: „Ich freue mich, dass zumindest eine Stadt der Region einen Zuschlag erhalten hat“, so Beck im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Womöglich werde sich Tuttlingen „mit gewissen Nachjustierungen“ an seinem Konzept 2019 nochmals bewerben, wenn das Land weitere Landesgartenschautermine ab 2030 vergeben wolle. Die Gründe, warum Tuttlingen nicht zum Zuge kam, kenne er nicht.

Schramberg sehr enttäuscht

In Schramberg ist die Enttäuschung laut Stadtverwaltung groß: „Die ersehnte Belohnung für das großartige Engagement und die breite Begeisterung in der Bevölkerung ist damit nicht erfolgt. Die dritte Bewerbung in Folge war die für die weitere städtebauliche Entwicklung der Stadt wichtigste Bewerbung.“

Man wolle das Konzept mit seinem Ziel einer gesamtstädtischen Attraktivitätssteigerung dennoch anpacken, nur das Tempo anpassen.