An der Hülle des Rottweiler Testturms von Thyssenkrupp wird wieder gearbeitet. Das ließ jetzt in Rottweil die Gerüchteküche brodeln: Sind durch das Feuerwerk zur Eröffnung des Turms Anfang Oktober doch Löcher in die Membran gebrannt worden und müssen jetzt zugespachtelt werden? Turmbesucher berichten von Arbeitern, die genau das sagen.

Doch Thyssenkrupp-Pressesprecherin Jasmin Fischer verneint. "Es gibt keine sichtbaren Schäden mit der Außenhaut, aber natürlich untersuchen wir die Membran in diesen Tagen und bei verschiedenen Wetterlagen eingehend. Teile der Außenhaut werden auch noch einmal nachgespannt und justiert." Dafür wird auch der Kran genutzt, der eigentlich schon im Januar mit einem Helikopter von der Turmspitze geholt werden sollte. "Wo wir Kontaktspuren auf der Membran vorfinden, wird präventiv die Schutzschicht nachgebessert. Einen dringlichen Anlass gibt es dafür aber nicht – vielmehr nutzen wir die Chance, den Kran noch bei uns zu haben, jede Minute aus. Ist er erst einmal abgebaut, wird es wesentlich komplizierter, diesen Teil des Thyssenkrupp-Testturms zu erreichen", so die Thyssenkrupp-Sprecherin.

Die Arbeitsgondel im Detail: Die Kanten und Ecken von Korb und Dach sind zum Schutz der Außenhülle des Turms mit viel weißer Plastikfolie abgepolstert.
Die Arbeitsgondel im Detail: Die Kanten und Ecken von Korb und Dach sind zum Schutz der Außenhülle des Turms mit viel weißer Plastikfolie abgepolstert. | Bild: Monika Marcel