Er macht Helme zu einem Hingucker: Markus Heimburger aus Rottweil designt Motorsport-Produkte. Vom Sponsorenplakat bis zum Helm ist alles dabei. Mit seiner eigenen Marke mhr-design hat sich der 44-Jährige im vergangenen Jahr selbstständig gemacht.

"Früher habe ich angefangen, Autocross zu fahren. Sobald jemand auf den Rundkurs möchte, braucht derjenige spezielle Helme, die aber leider normalerweise einfach nur weiß sind", erzählt Markus Heimburger. Weil ihm das zu langweilig war, kam er auf die Idee, sich ein eigenes Airbrush Starter-Set im Netz zu bestellen. "Ich habe dann auch meinen Kindern einen Helm gestaltet. Die beiden fahren Kart, wodurch sich das dann relativ schnell rumgesprochen hat," berichtet Heimburger. Nach und nach wurde das Hobby für ihn zu einem Nebenerwerb.

Eines Tages konnte sein alter Arbeitgeber den Lohn nicht mehr bezahlen. "Ich bin dann zum ersten mal in meinem Leben zum Arbeitsamt gegangen, wo mir gesagt wurde, dass sie keinen Arbeitsplatz für mich haben", erzählt Heimburger. Das war für ihn ein harter Schlag. Dennoch ließ Markus Heimburger sich nicht unterkriegen und fand mit seinen Helmen nach und nach den Weg in die Selbstständigkeit.

Video: Lea Spormann

"Meine Designs erstelle ich alle selbst, die Kunden geben mir meist nur eine Farbe vor", erzählt Heimburger. Der Preis für so einen Helm ist sehr unterschiedlich, es kommt ganz auf den Zeitaufwand an. Lediglich ein Startpreis von 400 Euro kann Heimburger hier festlegen, was ungefähr einem Zeitaufwand von einem Tag entspricht. Ein besonders aufwändiger Helm kann jedoch auch leicht im vierstelligen Bereich liegen. Bei den Klebefolien, mit denen Autos verkleidet werden können, variieren die Preise je nach Größe und Farbe. Außerdem designt Heimburger noch Plakate, Getränkedosen und Sponsorenmappen.

Inspiration findet Heimburger vor allem beim Spazierengehen. "Erst letztens ging ich spazieren und habe einige Blumen gesehen, wo ich dachte so etwas könnte ich auch einmal aus Folien ausschneiden und auf den Helm kleben", sagt er. Natürlich gäbe es auch Tage, wo ihm die Inspiration einfach fehle, berichtet er. "Ich gehe aber auch dann meinen eigenen weg und möchte dabei nicht bei der Konkurrenz schauen sondern meine eigenen Ideen finden", sagt Heimburger.

Video: Lea Spormann

Momentan macht er auch für eine Rennsportfirma namens Beltenick einige Helme, die dann auf Messen und ähnlichem verkauft werden. Gerade ist eine Messe in Holland, wo drei seiner Helme vorgestellt werden. Markus Heimburger ist sehr zufrieden und erzählt: "Es gibt immer arbeit und es ist immer etwas los, aber es darf selbstverständlich gerne noch mehr werden." Doch auch bei ihm gibt es etwas schwermütige Monate, in denen leider nicht so viele Aufträge wie gewünscht rein kommen.

Doch auch in solchen Monaten hat der 44-Jährige Freude an seiner Arbeit. "Mein größter Stolz ist es meine Designten Helme und Rennwagen auf der Rennstrecke zu sehen, das ist einfach geil", erzählt er. Sogar den berühmten Rallyefahrer Walter Röhrl durfte Heimburger schon persönlich treffen und ihm an seinem 70 Geburtstag einen Helm überreichen. Ein weiteres absolutes Highlight ist für Heimburger das er immer wieder eingeladen wird seine selbst beklebten Rennautos zu fahren.

Markus Heimburger ist stolz auf den sehr aufwändigen Helm.
Markus Heimburger ist stolz auf den sehr aufwändigen Helm. | Bild: Lea Spormann

Mittlerweile hat Markus Heimburger schon über 100 Helme gemacht und verkauft. Doch davor musste auch er viele Techniken ausprobieren bis er mit dem Ergebnis zufrieden war. Mittlerweile nutzt er fast ausschließlich die Airbrush Technik und arbeitet zusätzlich mit Klebefolien. Um das ganze am Ende wirklich haltbar zu machen, lackiert er die Helme noch."Das schwierigste beim Designen ist die dreidimensionale Form des Helms. Denn die macht es schwierig den Helm so zu bemalen das es gleichmäßig und vor allem wirklich Parallel ist. Doch Parallelität wird bei mir ganz Groß geschrieben", sagt er. Wer Interesse an einem mhr-design hat kann sich unter Info@mhr-design.de bei Markus Heimburger melden.