Rottweil (jdr) Der AfD-Landtagsabgeordnete Emil Sänze kritisiert, dass ihn das Innovationsnetzwerk Schwarzwald-Baar-Heuberg aufgrund seiner Parteizugehörigkeit von einer Informationsveranstaltung ausgeladen habe. Sänze ist Abgeordneter des Wahlkreises Rottweil und verwies in einer Pressemitteilung auf eine entsprechende Sprachnachricht des Netzwerkvorsitzenden Armin Frank. Das sei eine „skandalöse Maßnahme“, kritisierte Sänze. Frank war am Montagnachmittag für eine Stellungnahme telefonisch nicht erreichbar, eine schriftliche Anfrage per E-Mail blieb unbeantwortet.

Sänze berichtet in seiner Mitteilung, er sei zu der Veranstaltung „Start-ups und Mittelstand: So gelingt Partnerschaft!“ am 23. Januar in VS-Schwenningen eingeladen worden und habe sich angemeldet. Daraufhin habe er vom Netzwerk-Vorsitzenden Armin Frank eine Sprachnachricht erhalten mit der Aussage, dass das Netzwerk einen Vorstandsbeschluss habe, „dass wir niemand von der AfD offiziell hier bei uns haben möchten“ – so jedenfalls wird Frank von Sänze zitiert. Wörtlich habe Frank in der Sprachnachricht gesagt: „Sie sind als AfD-Mitglied nicht erwünscht in dieser Veranstaltung.“

Er habe „mit großem Befremden“ von diesem Vorstandsbeschluss – der in der Sprachnachricht nicht begründet worden sei – Kenntnis genommen, so Sänze. Er habe dies gegenüber dem Netzwerk-Vorsitzenden, der früher aktiv im SPD-Kreisvorstand Schwarzwald-Baar aktiv war, telefonisch auch so „zum Ausdruck gebracht“.

Das Netzwerk ist ein Verein und umfasst rund 75 Firmen und Institutionen, darunter die Handwerkskammer und die Hochschule Furtwangen. Sänze räumt ein: Man könne zwar darauf verweisen, dass das „Netzwerk frei darin sei, welche Gäste es einlädt“. Doch gehörten auch Körperschaften öffentlichen Rechts dazu; damit sei die Ausladung einer Person, „die als gewählter Abgeordneter Teil eines Staatsorgans, nämlich des Landtages“, sei, „besonders kritisch zu sehen.“ Er sei aber „gerne bereit, den Dialog weiter anzubieten.“