Für die vielen älteren Menschen, die im Eschachpark wohnen, wird die Situation immer belastender. Die Gemeinde wird nun mit der Polizei Kontakt aufnehmen, damit der Eschachpark künftig in der Nacht hin und wieder „bestreift“ wird, verbunden mit der Hoffnung, der nach Beobachtung eines Anwohners jugendlichen Vandalen habhaft zu werden.

Blumenschale und Engelsfigur beschädigt

„Im Moment ist es nicht schön, hier zu wohnen“, so die Aussage einer Bewohnerin am Sonntag. Sie zeigte sich entsetzt darüber, dass in der Nacht von Freitag auf Samstag zwischen 1.00 Uhr und 1.30 Uhr von drei den Beobachtungen nach biertrinkenden Jugendlichen eine im Eingangsbereich zum „Betreuten Wohnen“ vor dem Hildegard-Strohm-Stüble stehende große Blumenschale umgeworfen und beschädigt wurde. Zudem wurden von einer dort aufgestellte Engelsfigur aus Gips die Flügel und Füße abgeschlagen.

Ursula Haag (rechts) und Ute Flaig, die mit dazu beigetragen haben, dass der Vorplatz im Eingangsbereich zum Hildegard-Strohm-Stüble schön hergerichtet worden ist, zeigten sich verärgert darüber, dass Vandalen dort gewütet haben.
Ursula Haag (rechts) und Ute Flaig, die mit dazu beigetragen haben, dass der Vorplatz im Eingangsbereich zum Hildegard-Strohm-Stüble schön hergerichtet worden ist, zeigten sich verärgert darüber, dass Vandalen dort gewütet haben. | Bild: Gerd Jerger

Die umherliegenden Teile der Flügel und der Füße lassen darauf schließen, dass die Figur hochgehoben und mit Gewalt auf den Boden geschleudert wurde. Einem Anwohner, der das Treiben beobachtet hat, ist zudem aufgefallen, dass einer der drei Jugendlichen einen schweizerisch-deutschen Akzent sprach. Nach ihrem Treiben seien die drei Jugendlichen in Richtung der Villinger Straße weiter gezogen.

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Ältere Bewohner haben Angst

Dort hätten weitere Jugendliche gewartet und seien als sieben-bis achtköpfige Gruppe nach einem Zwischenhalt vor der Bäckerei „Bantle“ weiter gezogen. Viele der älteren Bewohner im Eschachpark hätten inzwischen Angst und würden sich nicht trauen oder in der Lage sehen, wenn solche „Exzesse“ stattfinden, nach draußen zu gehen oder die Fenster zu öffnen und Ruhe anzumahnen, so eine Anwohnerin. Es sei einfach die Angst da, dass Sie dann persönlich angegangen werden oder gar ihre Vorgärten oder Fenster der Wohnungen zur Zielscheibe der Vandalen werden könnten. Die betroffenen Bewohner wurden nun von der Gemeinde gebeten, bei derartigen nächtlichen Exzessen künftig die Polizei zu verständigen.

Wer Hinweise auf den oder die Täter geben kann, sollte sich unter 07721/6010 an die Polizei oder 07728/64832 an die Gemeinde Niedereschach wenden.

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