Sichtlich zufrieden waren die Gemeinderäte mit der Kostenentwicklung für den zweiten Bauabschnitt (Sanierung Altteil) und den dritten Bauabschnitt (Anbau/Erweiterung) am Niedereschacher Schulgebäude der der Gemeinschaftsschule Eschach-Neckar. Der vier Millionen Euro teure Abschnitt der Schulsanierung schlägt mit vergleichsweise geringen Mehrkosten von rund 70 000 Euro zu Buche.

Das sind Singers Energiesparpläne

Beim Rundgang mit Architektin Fee Möhrle von der Arbeitsgemeinschaft MoRe Architekten aus Freiburg durch den sanierten Teil der Schule und auch im Neubauteil zeigten sich die Ratsmitglieder rundherum zufrieden. Rektor Peter Singer erklärte, dass er begeistert sei und zu Beginn der Baumaßnahme nicht gedacht habe, dass alles so schön werden würde.

Der Schulleiter erklärte, wie die verschiedenen Räume nun teilweise multifunktional und auch für den Unterricht der an ukrainischen Flüchtlinge optimal genutzt werden können. Um Energie zu sparen, habe man beschlossen, weniger benutzte Räume in den nur mit größerem Heizaufwand zu versorgenden Bereich zu verlegen. Dafür werde der Neubauteil, der bestens isoliert ist, verstärkt genutzt.

Aus zwei Klassenzimmern wird ein großer Raum

Karl Peter Möhrle erläuterte die verschiedenen Raumkombinationen und die erzielten Synergieeffekte beim großen Raum, der nun einerseits in zwei Klassenzimmer aufgeteilt werden kann, andererseits jedoch durch das Entfernen der Trennwand in einen großen Veranstaltungsraum oder ein großes Klassenzimmer verwandelt werden kann.

Heizaufwand wohl gering

Sehr zufrieden ist man auch darüber, dass sehr viel Holz verbaut wurde – über 150 Kubikmeter, was unter dem Strich eine beachtliche CO2-Ersparnis bedeute. Insgesamt habe man zwar keinen Passivhaus-Standard erreicht, nichtsdestotrotz sei das Gebäude nun jedoch effizient gedämmt. Möhrle ist überzeugt, dass man im Winter mit geringstem Heizaufwand einen sehr angenehmen Effekt in den neuen Räumen erzielen wird.

Räte sind sehr zufrieden

Im Haushaltsplan der Gemeinde wurden für die Gesamtmaßnahme für den Zeitraum 2019 bis 2022 insgesamt 4,121 Millionen Euro bereitgestellt. Nach aktuellem Stand der Kostenübersicht fallen voraussichtlich Gesamtkosten von 4,191 Millionen Euro an. Dies ergibt somit auf die Gesamtdauer der Maßnahme eine Lücke von unterm Strich 70.000 Euro.

Angesichts eines Vier-Millionen-Projektes und mit Blick auf die Unsicherheiten im Gefolge der Corona-Pandemie sowie der durch den Ukraine-Krieg mit verursachten Materialknappheit verbunden mit großen Preissteigerungen, könne man sehr zufrieden sein, so die Gemeinderäte einhellig.

Zwischendrin gab‘s auch tiefe Täler

Dass das Großprojekt alle stark gefordert hat, wurde bei den Ausführungen von Fee Möhrle noch einmal deutlich. „Wir haben tiefe Täler durchwandert, auch was die Kosten angelangt“, sagte sie. Dabei dachte sie insbesondere auch an die durch den Urkainekrieg mit verursachte Materialkrise.

Nachdem Rechnungsamtsleiterin Melanie Cziep noch dargelegt hatte, wie man die fehlenden Mittel haushaltstechnisch unterbringen kann, fiel die Rats-Zustimmung zu der überplanmäßigen Ausgabe einstimmig aus.