Am Sonntag durften auf dem Sinkinger Taubenmarkt wieder Tauben, Hühner und Vögel angeboten werden. Eine Allgemeinverfügung des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis hatte den Verkauf seit dem 28. Dezember 2020 aufgrund der Geflügelpest unmöglich gemacht. „Die Seuchenlage im Südwesten ist günstig, im übrigen Bundesgebiet weiter kritisch“, heißt es vom Landratsamt zum Ende der Aufstallungspflicht.

Groß ist die Erleichterung auch bei Marktleiter Karl Buksmann (Mitte) und den Anbietern von Tauben.
Groß ist die Erleichterung auch bei Marktleiter Karl Buksmann (Mitte) und den Anbietern von Tauben. | Bild: Albert Bantle
  • Schutzmaßnahmen: Groß war die Nachfrage nach Federvieh jeglicher Art. Claus Zoch, Vorsitzender des Vereins Sinkinger Taubenmarkt, und Marktleiter Karl Buksmann zeigten sich erleichtert darüber, dass wieder Geflügel angeboten werden darf. Trotzdem sollten alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter ihre Tiere weiterhin bestmöglich vor einem Seucheneintrag über Wildvögel zu schützen. Insbesondere sollten bei Auslauf- und Freilandhaltungen Kontakte des Geflügels und sonstiger gehaltener Vögel mit Wildvögeln sowie eine Viruseinschleppung über Einstreu, Futter und Tränkwasser in die Haustierbestände in jedem Fall verhindert werden. Sofern möglich, sollen die Tiere aufgestallt oder unter Schutzeinrichtungen gehalten werden. So könne die Seucheneintragung in Nutzgeflügelbestände und sonstige Vogelhaltungen durch Wildvögel verhindert werden.
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  • Allgemeinverfügung: Wegen des Ausbruchs der Geflügelpest bei Wildvögeln auf der Baar wurde mit Allgemeinverfügung vom 28. Dezember 2020 für die Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen eine Stallpflicht für Geflügel und die Einhaltung besonderer Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen angeordnet. Nachdem im Januar und Februar auch am Bodensee Seuchenfälle bei Wildvögeln auftraten, folgte die Aufstallungspflicht auch in den Landkreisen Konstanz und Bodenseekreis.
Auch der erstemals seit dem 20. Dezember wieder geöffnete Vogelraum war gut frequentiert.
Auch der erstemals seit dem 20. Dezember wieder geöffnete Vogelraum war gut frequentiert. | Bild: Albert Bantle
  • Geflügelpest: Bei den Geflügelpestausbrüchen seit November 2020 handelt es sich um ein deutschland- und europaweites Geschehen, das überwiegend Wildvögel betrifft. Allein in Deutschland liegen inzwischen 830 Seuchenmeldungen bei Wildvögeln vor. Diese wurden in den meisten Fällen bereits tot aufgefunden. Es handelt sich hauptsächlich um Wildgänse, Schwäne, Wildenten, Watvögel und Möwen. Als Aasfresser und Beutegreifer sind immer wieder auch Greifvögel sowie vereinzelt Eulen und Raben betroffen. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor in Norddeutschland. Inzwischen wurden auch 100 Ausbrüche in Geflügelhaltungen zu verzeichnet.