Schwester Maria Rosebia Schaumann, die in Niedereschach und darüber hinaus bekannte Ordensschwester, verstarb im Kreis ihrer Mitschwestern am 8. Juni im Mutterhaus in Gengenbach. Sie wurde als Zita Schaumann 1927 geboren und wuchs mit vier Geschwistern im sogenannten Schlosshof in Niedereschach auf. Mit 25 Jahren legte sie die Profess bei den Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu ab, und war bis zu ihrem Tod erfüllt vom Gebet zu Gott und dem Dienst am Nächsten. Über viele Jahre leitete sie große Kindergärten, unter anderem in Bad Dürrheim und Freiburg. Ihre Urlaubszeiten verbrachte sie immer in ihrem Heimatort Niedereschach, wo sie zu vielen Einwohnern ein herzliches Verhältnis pflegte.

Dies zeigte sich noch vor drei Jahren, als zur Feier ihrer 65. Profess zahlreiche Bekannte und Freunde – auch aus der Umgebung – nach Gegenbach kamen, um dieses seltene Jubiläum mit ihr zu feiern. Schwester Rosebia, die in ihrer großen Familie nur „Tante Schwester“ genannt wurde, war eine begnadete Handarbeiterin. Ihre feinen und exakt ausgeführten Basteleien waren gern gesehene Präsente und auch auf dem Adventsmarkt in Gengenbach ein Renner. Bis zu ihrem doch unerwarteten Tod vor wenigen Tage erlaubte es ihre gute Sehkraft, feinste Oki-Arbeiten auszuführen. Ein Handwerk, das kaum mehr jemand beherrscht.

Bei ihren jährlichen Besuchen in Niedereschach verbrachten alle Generationen gerne ihre Zeit mit dieser belesenen, aufmerksamen und herzlichen Frau, die es liebte, aus vollem Herzen zu lachen. Ihr Humor aber auch ihre Wahrhaftigkeit werden noch viele Jahre unvergessen bleiben. Da zu ihrer Beerdigung am 12. Juni aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen nur die engste Familie kommen durfte, wird es am 4. Juli um 18 Uhr in der katholischen Kirche von Niedereschach einen Gedenkgottesdienst für sie geben, zu dem alle eingeladen sind, die sich auf diese Weise von ihr verabschieden möchten.