Ein Segen für das Team des Pflegehauses am Eschachpark ist der seit vier Wochen laufende ehrenamtliche Einsatz von Mitgliedern der Bereitschaft des Rot-Kreuz-Ortsvereins Niedereschach (DRK). Die Gruppe mit Bereitschaftsleiterin Martia Singer an der Spitze führt im Pflegehaus einmal pro Woche Corona-Schnelltests durch.

Wöchentlicher Einsatz dauert rund drei Stunden

Dabei nehmen Singer sowie Harry Lenz, Jürgen Schmidt, Jutta Schlenker und Volker Dörflinger Abstriche nicht nur von den rund 35 Bewohnern, sondern auch von den Mitarbeitern und Pflegekräften. So kommen rund 60 Schnelltests pro Woche zusammen. Rund drei Stunden dauert der wöchentliche Einsatz des DRK-Teams, für den Pflegehausleiter David Liehner, seine Mitarbeiter und die Bewohner überaus dankbar sind.

Umfangreiche Hygienemaßnahmen

Nachdem die Corona-Pandemie das Pflegehaus im Frühjahr 2020 hart getroffen hat und dabei auch Todesfälle zu betrauern waren, unternimmt die Caritas, die das Pflegehaus führt, alles, um während der zweiten Welle das Virus aus der Einrichtung fernzuhalten. Dazu gehört, dass alle Besucher sich voranmelden müssen und erst zu ihren Angehörigen dürfen, wenn Fieber gemessen, die Hände desinfiziert und ein Schnelltest mit negativem Ergebnis durchgeführt wurde. Diese Schnelltests werden wiederum von Mitgliedern des Pflegepersonals durchgeführt.

  • Vermittlung durch Otto Sieber: Das Pflegehausteam, das seit Wochen und Monaten am Limit arbeitet, war daher froh und dankbar, dass sich das DRK Niedereschach auf Vermittlung des früheren Niedereschacher Bürgermeisters Otto Sieber bereit erklärt hat, die Schnelltests bei den Bewohnern und dem Personal zu übernehmen. „Das ist großartig und entlastet uns alle“, freut sich David Liehner. Dass Otto Sieber in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Sozialen Drehscheibe den Einsatz des DRK Niedereschach vermittelt hat, zeigt die enge Verbundenheit Siebers zum einst von ihm als Bürgermeister initiierten Bau des Pflegehauses. Für ihn ist das Pflegehaus und das daneben befindliche betreute Wohnen eine Herzensangelegenheit. Sieber selbst freut sich, dass Marita Singer und ihr Team bei seiner Bitte um Unterstützung sofort zugesagt haben. Das sei keine Selbstverständlichkeit und aller Ehren wert, so Sieber, der früher viele Jahre auch Vorsitzender des DRK Niedereschach war und mit seinen 76 Jahren selbst zur Corona-Risikogruppe zählt.
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  • Hilfe auch beim Impfen: Beeindruckt ist David Liehner vom professionellen Einsatz des Niedereschacher DRK-Teams, das zudem bereits Hilfe signalisiert hat, wenn Bewohner und Personal vor Ort im Pflegehaus zu impfen sind. Bei Bedarf, so Singer, würde man dann auch vom DRK-Ortsverein Fischbach unterstützt. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Bis die beiden Impftermine absolviert sind und die Impfung wirksam ist, wird das Team des DRK-Ortsvereins Niedereschach weiter die wöchentlichen Schnelltests durchführen. Das Material für die Schnelltests stellt die Caritas zur Verfügung.
  • Corona-Pandemie schränkt ein: Das Pflegehaus am Eschachpark bietet Pflege innerhalb aller Pflegestufen/-grade einschließlich Kurzzeitpflege im Rahmen christlicher Werteinstellung. Menschen mit Demenz werden in einer speziellen Wohngruppe unterstützt. Die seelsorgerische Begleitung und regelmäßige öffentliche Gottesdienste gehören in normalen Zeiten zum christlichen Leitbild. Ebenso wird normalerweise ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm geboten. Das Pflegehaus ist mit benachbarten Einrichtungen wie Vereinen, Kirchengemeinden und Kindertagesstätten üblicherweise eng vernetzt. Infolge der Corona-Pandemie sind diese Angebote jedoch stark eingeschränkt oder ganz stillgelegt. Vieles läuft nur noch auf Abstand. Die sonst so geschätzte Nähe wird schmerzlich vermisst.