Bedingt durch die Corona-Pandemie sind in diesem Jahr viele der von den Kindern so geliebten Besuche des heiligen Nikolaus ausgefallen. Umso größer war die Freude bei den Kindern des „Wurzelzwerge-Naturkindergarten“, als bei ihnen völlig überraschend der heilige Mann auftauchte. Die Waldkindergartenkinder konnten es kaum glauben, als dieser plötzlich aus dem einige hundert Meter entfernten Wald kam, begleitet von seinem treuen Freund und Gehilfen, dem Knecht Ruprecht. Die aufgeregten Kinder und die Erzieherinnen empfingen den Nikolaus und seinen mit Geschenken schwer beladenen Knecht Ruprecht hoch erfreut.

  • Nikolaus thematisiert Corona: Im Freien und den notwendigen Abstand einhaltend, richtete der Nikolaus einige Worte an die Kinder. Zunächst erklärte er ihnen, weshalb es trotz der Advents- und Weihnachtszeit, in der die Menschen in „normalen Zeiten“ meist zusammenrücken und Nähe suchen, weiterhin so wichtig ist, Abstand zu halten. Zudem machte er den Kindern klar, wie sehr auch ihm als Nikolaus „das Herz blutet“, weil durch das kleine Virus nicht nur den Kindern, sondern vielen Menschen jeglichen Alters so viel Lebensqualität und Lebensfreude genommen wurde. Dabei dachte er auch die vielen kranken Menschen, die dringend Trost und Nähe brauchen und nicht oder nur eingeschränkt besucht werden können. Er erinnerte auch an die vielen Menschen, die durch die Corona-Pandemie in Isolation und Einsamkeit verharren müssen. Der Nikolaus machte den Kindern und Erzieherinnen Mut und zeigte sich überzeugt, dass auch wieder bessere Zeiten kommen. Die Kinder wiederum erfreuten den Nikolaus und seinen Ruprecht mit einigen Gedichten und einem Fingerspiel. Riesengroß war die Freude bei den Kindern und Erzieherinnen, als der Nikolaus seinen mit Geschenken gefüllten Sack zurückließ.
  • Erzieherinnen verteilen Geschenke: Verteilen konnte der Nikolaus die Geschenke in diesem Jahr nicht persönlich, denn er wollte weder die Kinder noch die Erzieherinnen in irgendeiner Weise gefährden. Die Geschenkeausgabe übernahmen später die Erzieherinnen. Diese fanden nicht nur Geschenke für die Kinder, sondern auch für die Erzieherinnen vor. Damit würdigte der Nikolaus im Auftrag der Kindergarteneltern das ganz besondere Engagement der Erzieherinnen gerade im aktuellen „Krisenjahr“ 2020, in dem auch der Waldkindergarten einige Wochen geschlossen und nur für die Notfallbetreuung geöffnet war.
  • Adventsregal: Nachdem in diesem Jahr auch beim Waldkindergarten viele Veranstaltungen abgesagt worden sind, die meistens auch etwas Geld in die Kasse gebracht haben – angefangen vom Kleiderbazar bis hin zum Sankt Martinsumzug – haben sich das Waldkindergartenteam und die Kinder Gedanken gemacht, wie man für Ersatz sorgen könnte. So kam man auf die Idee eines „Adventsregals“. Dort gibt es Selbstgemachtes wie Marmelade, Likör oder beleuchtete Sterne. Die Sachen können gegen eine Spende mitgenommen werden. Das Regal wird regelmäßig wieder aufgefüllt und steht im Hardtweg 7 in Niedereschach. Natürlich haben die Kinder beim Herstellen der Dinge mitgeholfen und haben dazu sogar Produkte verwendet, die in ihrem eigenen Waldkindergarten-Bauerngarten gesät, gewachsen und später geerntet wurden.