Es hätte für den DRK Ortsverein Niedereschach ein zufriedenstellendes und erfolgreiches Vereinsjahr werden können, wenn in diesem Frühjahr nicht das Coronavirus gekommen wäre und das Vereinsleben durcheinandergewirbelt hätte.

Neues Vereinsheim für den Ortsverein

Nach jahrelanger Suche konnte endlich in der Rottweiler Straße ein neues Vereinsheim gefunden werden. Den Tag der Offenen Tür anlässlich der offiziellen Eröffnung nannte Schriftführerin Stefanie Böhm in der ersten Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes im neuen DRK-Heim einen großartigen Erfolg. Vier Blutspendetermine, gemeinsame Dienstabende mit benachbarten Ortsvereinen und Übungen mit der Feuerwehr Niedereschach, DRK-Bereitschaftsdienste bei den Fasnetsveranstaltungen und beim Touratech-Travel-Event, Firmenfeste, Radrennen und Jugendfußballturnier des SVN , die Teilnahme beim Adventsdörfle und gemeinsame Ausflüge prägten das Vereinsjahr.

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1800 Einsatzstunden

Insgesamt 1 800 Einsatzstunden seien durch die DRK-Helfer im Berichtsjahr geleistet worden, dazu 21 Einsätze durch die Helfer vor Ort. „Aktuell sind wir momentan sechs Helfer vor Ort, vier in Niedereschach und zwei in Kappel, wegen Corona sind momentan jedoch nur vier Helfer im Einsatz, da sie zum Teil auch zu den Risikogruppen über 60 Jahre gehören“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Volker Dörflinger.

1000 Euro Spende nach Beirut

Die vielen Aktivitäten hatten sich auch positiv auf die Einnahmen in der Vereinskasse ausgewirkt. In ihrem vorgetragenen Kassenbericht konnte Jutta Schlenker bei 31 836 Euro Ausgaben trotzdem einen Überschuss von 8 634 Euro ausweisen. Mit einer Spende über 1.000 Euro brachte sich der DRK Ortsverein für die Schäden an Menschen und Material anlässlich der Explosionskatastrophe in Beirut mit ein. „Nur ein Beispiel, dass wir überall versuchen, ein gutes Werk zu tun“, so ergänzte der Vorsitzende Gerhard Bader.

Herausforderungen während Corona

Von teilweise recht chaotischen Zuständen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie berichtete die Bereitschaftsleiterin Marita Singer. Nicht nur, dass seit März alle Dienstabende und alle anderen Aktivitäten komplett eingestellt wurden. Gleichzeitig sei der Helfer-Vor-Ort- Dienst ausgesetzt worden, inzwischen unter Berücksichtigung der vorgegebenen Auflagen wieder aufgenommen worden, und auch die Dienstabende sollen ab sofort wieder durchgeführt werden. „Manchmal schrecklich“ nannte Marita Singer die Zustände für sie und Volker Dörflinger in vorderster Front, zumal durch widersprüchliche Anordnungen und Vorgaben durch Kreis- und Landesverband viel Verwirrung entstanden sei. So sei durch den Kreisverband Mithilfe in der Corona- und Fieberambulanz und der Abstrichstelle angefordert worden, nach der Unterweisung und Erstellen des Einsatzplans sei dann das Alter der Helfer nachträglich auf 50 Jahre heruntergesetzt worden und somit alle eingeteilten Helfer wieder aus dem Raster gefallen. Dafür sei man anderweitig in Kooperation mit der Genossenschaft Bürger für Bürger vor Ort mit Einkaufsdiensten aktiv geworden und habe Masken an Pflegehaus und Schule verteilt, was sehr gut angekommen sei.

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In seiner einstimmig herbeigeführten Entlastung zeigte sich Bürgermeister Martin Ragg dankbar für die vom DRK geleistete Arbeit an der Allgemeinheit. Neben den Unmengen an Aufgaben in Corona Zeiten habe das DRK auch noch Zeit gefunden, die Corona-Hilfe im Ort mitzugestalten.

Wahlen und Ehrungen

Bei den Wahlen wurden Schatzmeisterin Jutta Schlenker, Bereitschaftsleiter Jürgen Schmidt, stellvertretende Bereitschaftsleiterin Manuela Guder, Kreisdelegierter Jürgen Schmidt und Stellvertreterin Stefanie Böhm einstimmig wiedergewählt. Einen stürmischen Applaus gab es für die uneigennützige und beispielhafte Arbeit, die Bereitschaftsleiterin Marita Singer über die Corona-Zeit geleistet hatte. Für 65 Jahre Mitarbeit und Treue zum DRK Niedereschach wurden Heinz Glatz und Urban Mauch mit einer Urkunde ausgezeichnet.

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