Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat Fischbach in seiner Sitzung am Montagabend, in der Bodenackerhalle, dem Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Baugebiet „Steigäcker II“ zu empfehlen. Aktuell, so Bürgermeister Martin Ragg und Ortsvorsteher Peter Engesser, stehen derzeit keine kommunalen Bauplätze mehr für eine Wohnbebauung zur Verfügung.

Im Ortsteil Fischbach bestehe nach dem aktuellen Flächennutzungsplan 2009 der Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen die Möglichkeit, einen Bebauungsplan für eine Wohnbebauung aufzustellen. Die maßgebliche Fläche befinde sich im Bereich „Steigäcker„ im Anschluss an das dort bereits bestehende Wohngebiet.

Einwohner verloren

Ortsvorsteher Peter Engesser bedauerte es sehr, dass Fischbach seit geraumer Zeit keine Bauplätze mehr habe. Dies sei mit der Grund dafür, dass man 2020 insgesamt 25 Einwohner verloren habe. Vor diesem Hintergrund sei auch, um die vorhandene Infrastruktur im Ortsteil Fischbach (Kindergarten, Grundschule) erhalten zu können, ein neues Baugebiet dringend erforderlich. Fakt sei, dass er aktuell Anfragen habe, von Menschen, die dringend in Fischbach bauen möchten.

Er habe jedoch keinen einzigen Bauplatz, den er anbieten könne. Die einzige Chance sei es, nun möglichst rasch im Gebiet Steigäcker II ein Gebiet für zehn bis zwölf Bauplätze zu erschließen. An Bürgermeister Martin Ragg gerichtet erklärte er, dass die Verwaltung alles unternehmen solle, damit im geplanten Neubaugebiet Steigäcker II möglichst bald gebaut werden kann.

Er sei dankbar dafür, dass für die Planung im Haushaltsplan 2021 bereits Mittel bereitgestellt wurden. Ragg erläuterte, dass der Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat der erste Schritt sei, um das Baugebiet erschließen zu können. Das besagte Gebiet habe den großen Vorteil, dass es im Flächennutzungsplan bereits als Baugebiet ausgewiesen ist.

Das Verfahren beginnt

In kurzen Zügen erläuterte Ragg das nun noch anstehende Bebauungsplanverfahren, das als nächstes Aufstellungsbeschluss des Gemeinderates auf der Grundlage des nun gefassten Empfehlungsbeschlusses des Ortschaftsrates überhaupt erst beginne. Dann folge als nächstes die frühzeitige Beteiligung der Bürger sowie der Träger öffentlicher Belange. Die allein dauere vier Wochen. Danach müssen alle Stellungnahmen gesichtet, bewertet und abgeklärt werden.

Wo immer möglich werden die Stellungnahmen in die Planung eingearbeitet. Dann erfolge eine neue, vierwöchige Offenlage. Wichtig sei, dass im Haushaltsplan für die Planungskosten Mittel vorhanden sind. Wann im Gebiet „Steigäcker II“ die Bagger für die Erschließung anrücken können und wann dort die ersten Bauwilligen beginnen können, sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen, lasse sich aktuell nicht seriös beantworten.

Und wie das Baugebiet letztlich aussehen und erschlossen wird, werde sich ebenfalls erst im Laufe des Verfahrens zeigen.