„Blasmusik in Bestform“ bot unter der Leitung von Dirigent Thomas Solt der Musikverein Harmonie Niedereschach bei seinem Jahreskonzert in der Eschachhalle. Zudem stellte das Jugend-Blasorchester Eschachtal, bestehend aus Jungmusikern aus Flözlingen, Horgen und Niedereschach, eindrucksvoll unter Beweis, dass es bei den Blasmusikern auch um den Nachwuchs gut bestellt ist.

Einen breiten Raum nahmen die Ehrungen von 18 langjährigen und verdienstvollen Musikerinnen und Musikern durch den Präsidenten des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar, Egon Bäurer, ein. Allen voran wurde dabei Franz Glatz für 60-jähriges aktives Musizieren in der Harmonie ausgezeichnet und geehrt.

Jugend-Blasorchester legt schmissig los

Eröffnet wurde das Konzert vom Jugend-Blasorchester Eschachtal mit dem Titeln „Irish Dream“ von Kurt Gäble, „Andrew Lloyd Webber in Concert“ arrangiert von Michael Sweeney, und Kurt Gäbles „Baba‘s Reggae-Rock“. Nach der schmissigen „Spring Break Polka“ von Alexander Pfügler forderte das Publikum von den Jungmusikern eine Zugabe ein.

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Während beim Jugendblasorchester Dirigent Thomas Riedlinger die Musikstücke ansagte, übernahmen diesen Part beim Hauptverein Caroline Konrad und Mechthild Müller. Charmant stimmten die beiden das Publikum auf die jeweiligen Musikstücke ein und fanden die passenden Überleitungen.

Musikerinnen und Musiker laufen zur Hochform auf.
Musikerinnen und Musiker laufen zur Hochform auf. | Bild: Gerd Jerger

Einmal mehr bewies Dirigent Thomas Solt dabei sein gutes Händchen bei der Auswahl der dargebotenen Musikstücke. Und auch sein Orchester durfte am Ende des abwechslungsreichen und die ganze Bandbreite der Blasmusik aufzeigenden, begeisternden Konzertes die Bühne nicht ohne Zugaben verlassen.

Harmonie macht fulminant weiter

Mit dem Konzertmarsch „Priotity“ von Martin Scharnagl startete das Orchester fulminant in das Konzert. „Film ab“ hieß es dann bei der von Johann de Meij für Blasmusik arrangierten „Fields Overture“ von Dmitri Shostakovich. In Tarzans Dschungelwelt entführte die Kapelle das Publikum beim Titel „Two Worlds“ von Phil Collins.

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Unter die Haut ging es allen bei Mario Bürkis „Hymn form my Daughter“, mit welcher der Komponist versuchte, den Tod seiner Tochter zu verarbeiten. Ein Musikstück, das bei den Konzertbesuchern sicher auch Erinnerungen und Gedanken an ihnen nahestehende, verstorbene Menschen hervorrief.

Das Publikum genießt das Konzert und spart nicht mit Beifall für die Akteure auf der Bühne.
Das Publikum genießt das Konzert und spart nicht mit Beifall für die Akteure auf der Bühne. | Bild: Gerd Jerger

In den wilden Westen versetzt wurde man bei den „Moments for Morricone“, arrangiert von Johan de Mey. Dabei zeigte sich einmal mehr die Genialität des legendären Ennio Morricone, der Melodien für über 500 Filme komponiert hat.

Vor dem letzten dargebotenen Titel „Spain“ von Chick Corera, arrangiert von Jerome Naulais, kam es zu einem Dirigentenwechsel. Thomas Solt überließ dabei das Dirigentenpult dem Vizedirigenten Andreas Duffner und zog sich als Gitarrist auf die aktive Seite in die Reihen der Musikerinnen und Musik zurück.