Für den 21-jährigen Niedereschacher Fußballer Nico Hug hat sich sein ganz persönlicher, großer beruflicher Kindheits- und Lebenstraum erfüllt: Er ist nun Fußballprofi und spielt künftig beim liechtensteinischen Profiverein FC Vaduz, der aktuell in der schweizerischen Challenge League spielt und sich Hoffnungen auf den Aufstieg in die Super League machen kann. Vom FC Vaduz hat er nun seinen ersten Profivertrag erhalten und bereitet derzeit, was wegen der Corona-Einschränkungen nicht ganz einfach ist, seinen Umzug nach Liechtenstein vor.

Sieben Jahre beim SC Freiburg

Nach sieben Jahren beim SC Freiburg (SCF), wo er in der weithin bekannten und anerkannten Fußballschule des Vereins eine fundierte Ausbildung genossen hat, vollzog sich mit dem Abschluss seines ersten Profivertrages ein weiterer Karriereschritt für den ambitionierten Niedereschacher Fußballer, der als kleiner Junge in Niedereschach zum ersten Mal gegen den Ball trat. Und schon damals waren sich viele Experten aus seinem Umfeld sicher: „Aus dem wird mal was!“ Wie man nun sieht, haben sie recht behalten, denn die fußballerische Entwicklung Hugs nahm rasant Fahrt auf.

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Acht Jahre lang spielte er beim SV Niedereschach und dies bis einschließlich zur D-Jugend. Die fußballerischen Fähigkeiten Hugs, der als sogenannter „Teamplayer“ mit Drang zum Tor stets hart im Nehmen war, ließen einige namhafte Vereine im Umland aufhorchen, die ihre Talentscouts nach Niedereschach schickten.

Vom SV Niedereschach zum SV Zimmern

Und so kam es, wie es kommen musste: Nico Hug wechselte 2011 zum SV Zimmern. Eine Entscheidung, die die Mannschaft, das Trainerteam und die Jugendleitung des SVN damals zwar mit einem weinenden Auge akzeptieren musste, aber auch mit Stolz erfüllte. In der Zimmerner C-Junioren-Leistungsstaffel wurde Hugs Talent weiter gefördert, sodass schließlich der Kooperationspartner SC Freiburg auf ihn aufmerksam wurde.

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Zu Beginn der Saison 2013/14 wechselte Hug zum SCF und avancierte dort unter anderem zum Spieler der deutschen U 18-Nationalmannschaft. Für den SCF spielte er in der A-Junioren-Bundesliga und wurde später, unterbrochen von einer schweren Verletzung, Stammspieler in der zweiten Mannschaft des SCF in der Regionalliga, die als Sprungbrett gilt, um sich für noch höhere Aufgaben zu qualifizieren.

FC Vaduz wird auf Hug aufmerksam

So wurden auch die Beobachter des FC Vaduz auf den in Freiburg vom Stürmer zum Linksverteidiger „umgeschulten“ jungen Niedereschacher aufmerksam. Von Hugs fußballerischen Können überzeugt und um die hervorragende Ausbildung der Freiburger Fußballschule wissend, bot der FC Vaduz Hug einen Profivertrag an und so kam es zum ablösefreien Wechsel nach Liechtenstein, wo es für Hug im Übrigen mit Pius Dorn und Matteo di Giusto ein Wiedersehen mit früheren Freiburger Mannschaftskameraden geben wird, die nun ebenfalls für Vaduz die Fußballschuhe schnüren.

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Sollte sich der FC Vaduz erneut für die Europa-League qualifizieren, wäre sogar ein Aufeinandertreffen mit der Bundesligamannschaft des SCF denkbar, die noch Chancen hat, in der Bundesliga einen der begehrten Qualifikationsplätze für die Europa-League zu ergattern. Eine solche Konstellation gegen seinen Ex-Club, dem er viel zu verdanken hat, wäre für Hug der „absolute Knaller“.

Ein harter Weg liegt hinter Hug

Bis zum nun abgeschlossenen Profivertrag liegt hinter Hug eine jahrelang harte Zeit der Entbehrungen, viel Training und viel Stress. Auf Vieles, vor allem auf Freizeit, musste er verzichten, denn neben seiner Fußballkarriere vernachlässigte Hug auch nicht die Schule und dies bis hin zum Fachabitur. Immer unterstützt wurde er in all den Jahren von seiner Familie, allen voran die Eltern Jeanette und Christian Hug sowie dem Bruder Dean Hug und später auch von seiner Freundin Leonie Barthel. Sie sind seine größten Fans und versäumen kaum ein Spiel von Hug und drücken ihm nun für die Zukunft die Daumen. Ohne die stets volle Unterstützung seiner Familie, so Hug, hätte er es nie zum Fußballprofi gebracht.

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