Schon des Öfteren sei im Ortschaftsrat die Möglichkeit eines Fußgängerüberwegs im Bereich der Eschachstraße bei den Bushaltestellen Einmündung Mühlenweg diskutiert worden. So sollen Schüler, die von der Grundschule kommen, die Möglichkeit haben, die Eschachstraße in Richtung der Wohngebiete Mühlenweg/Silberhalde gefahrlos zu überqueren. Bei der Besichtigung seien die Experten jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Fußgängerüberweg dort aufgrund von Sichtbehinderungen rechtlich nicht möglich sei, ebenso wenig der Bau einer Querungshilfe wegen der zu geringen Straßenbreite.

An der Bushaltestelle vor der Einmündung zum Mühlenweg gibt es, wie im Bild zu sehen, ein beträchtliches Verkehrsaufkommen. Hier hätte ...
An der Bushaltestelle vor der Einmündung zum Mühlenweg gibt es, wie im Bild zu sehen, ein beträchtliches Verkehrsaufkommen. Hier hätte man sich in Kappel einen Fußgängerüberweg für die Schüler gewünscht. Bild: Gerd Jerger

Möglich wäre ein Fußgängerüberweg im weiteren Verlauf der Eschachstraße nach der Einmündung zum Mühlenweg in Richtung Brestenberg, erklärte Ragg. Hier stelle sich jedoch die Frage, welcher schutzbedürftige Personenkreis die Straße hier überhaupt überquere. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Fußgänger stets den kürzesten Weg zur Querung einer Straße wählen. Deshalb gebe es hier starke Bedenken. Als Kompromiss brachte Ortschaftsrätin Jutta Weisser deshalb den Vorschlag ein, anstelle eines Überweges Schilder aufzustellen mit dem Hinweis auf querende Schulkinder.

Immer mehr Motorradlärm

Des Weiteren hätten sich Anwohner aus Kappel über zunehmenden Motorradlärm auf der L 178, der Verbindungsstraße nach Niedereschach, beschwert. Deswegen sei beantragt worden, das Tempolimit von 70 Stundenkilometern weiter in Richtung Niedereschach bis auf Höhe des Streichelzoos zu verlegen. Auch dies sei abgelehnt worden, so der Bürgermeister. Begründung war, dass eine Verlegung an der Lärmproblematik kaum etwas verbessere. So habe die Verkehrsschau ergeben, dass der Motorradlärm auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten entstehe.

Beliebter Schleichweg sorgt für Ärger

Auch die Straße „Am Rebberg“ hoch zum Sportplatz, die von vielen Verkehrsteilnehmern als beliebte Abkürzung nach Schabenhausen genutzt werde, wurde von der Expertengruppe begutachtet. Nach Angaben eines Anwohners werde auf dieser Straße grundsätzlich zu schnell gefahren, was im Bereich seines Hauses regelmäßig zu gefährlichen Situationen führe. Er habe dort deshalb eine Bodenschwelle beantragt. Aufgrund von Problemen beim Winterdienst, erhöhten Lärmwerten, Problemen beim Anfahren und da den Behörden auch keinerlei Unfälle aus dem dortigen Bereich bekannt seien, sei der Antrag abgelehnt worden, erläuterte Ragg.