Noch immer voller Stolz erinnert sich Engesser an das von der Narrenzunft Fischbach organisierte große Narrentreffen in Fischbach mit über 3000 Hästrägern und tausenden Besuchern im März 2020. Das sei eine Mammutaufgabe gewesen, die hervorragend bewältigt wurde. Umso bedauerlicher sei es, dass in diesem Jahr alle Umzüge und Fastnachtsveranstaltungen abgesagt werden musste. „Ab März 2020 war dann alles ganz anders“, erinnert sich Engesser. Der FC 1920 Fischbach habe sein bereits komplett vorbereitetes Festbankett zum 100-jährigen Bestehen absagen müssen, einschließlich des im Sommer geplanten mehrtägigen Jubiläumsfestes mit zahlreichen Höhepunkten. An dieser Stelle war es Engesser wichtig, den Verantwortlichen des FC für die rundherum gelungene und umfangreiche Festschrift Dank und Anerkennung auszusprechen. Wehgetan hat Engesser sehr, dass auch alle anderen Fischbacher Vereine ihre gewohnten Aktivitäten mehr oder weniger einstellen mussten. Ob das Vereinsleben nach der Pandemie wieder so floriert wie zuvor, das bleibe abzuwarten und sei keineswegs sicher.

Taubenmarkt unter Corona-Bedingungen

Froh und dank ist Engesser, dass der für die Nahversorgung im Ort so wichtige Sinkinger Taubenmarkt unter Einhaltung der Corona-Vorschriften weiterhin stattfinden konnte. Auch das Ergebnis der Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräbervorsorge könne sich sehen lassen: Hier kamen 1433,50 Euro zusammen – eine hübsche Summe, so der Ortsvorsteher. Wegen der Pandemie fand die Aktion erstmals nicht als Haussammlung statt. Statt dessen wurden Überweisungsträger in die Briefkästen im Ort eingeworfen.

Freude über Radweg

Als überaus erfreulich im Jahr 2020 bezeichnete der Ortschef den vom Land Baden-Württemberg entlang der L 8181 zwischen Fischbach und Erdmannsweiler erbauten Radweg. Gleiches gelte für den von der Gemeinde erstellten Parkplatz beim Fischbacher Pfarrhaus im Bereich des Sommerberges, die neue Kühlanlage für das Schlachthaus in Fischbach sowie die Neuverlegung von Gas- und Wasserleitungen in der Königsfelder Straße durch die Stadtwerke und die Gemeinde. Gefreut hat ihn außerdem, dass der Bauhof am Kindergarten „Villa Kunterbunt“ einige bauliche Verbesserungen vorgenommen und dabei auch für einen Notausgang gesorgt hat.

Wie sieht die Zukunft des „Mohren“ aus?

Als positiv sieht es Engesser auch an, dass sich für den für Fischbach so wichtigen Landgasthof „Zum Mohren“ mit Werner und Thomas Petrolli neue Eigentümer gefunden haben. Dies sei verbunden mit der Hoffnung, dass der „Mohren“ bald wieder öffnet, sobald hierfür ein Pächter gefunden ist. In der aktuellen Phase der Corona-Pandemie mit geschlossenen Gastwirtschaften sei dies jedoch nicht so einfach. Dankbar ist Engesser auch dafür, dass man Ende 2020 für 2021 einen Haushaltsplan mit einer „Schwarzen Null“ habe verabschieden können. Positiv sei zudem, dass für das Wohnbauprojekt an der alten Schmiede in Fischbach vor dem Jahresende nun auch die lange ersehnte Baugenehmigung vorliegt und sich damit auch baulich in Fischbach 2021 voraussichtlich einiges tut.

Viele traurige Abschiede

Überaus traurig stimmt es den Ortsvorsteher hingegen mit Blick auf viele Todesfälle, dass man von vielen Mitbürgern nur im engsten Familienkreis Abschied nehmen durfte. Er habe dies als sehr bedrückend, nicht nur für die betroffenen Familien, sondern für die ganze Bürgerschaft empfunden. Als „enttäuschend“ bezeichnete Engesser das nach wie vor andauernde Warten auf den so dringend notwendigen Glasfaserausbau.

Das sind die Pläne für 2021

Groß und doch von einer gewissen Zurückhaltung geprägt ist die Hoffnung des Ortsvorstehers, dass die für 2021 geplanten Investitionen auch tatsächlich realisiert werden können. Ganz obenan stehen dabei der Ausbau des Glasfasernetzes, die Dacherneuerung für den Geräteschuppen neben dem Schmiedesteighaus, die Fertigstellung des fehlenden Gehwegteils im Gewerbegebiet und die Kanalsanierung im Bereich „Tummelhalde“. Eingestellt sind im Haushalt zudem die Planungskosten für das Baugebiet „Steigäcker II“ und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Das Gesamtvolumen der geplanten Investitionen in Fischbach liegt bei 553 000 Euro. „Es bleibt abzuwarten, was realisiert wird im neuen Jahr 2021“, so Engesser.