Schule in Zeiten von Corona mit all den Vorgaben und Restriktionen – das geht auch an der Gemeinschaftsschule Eschach-Neckar nicht spurlos vorbei, wie Rektor Peter Singer im Gespräch mit dem SÜDKURIER berichtet. Trotz des Glückfalls, dass nur wenige Kollegen an der Schule zu Risikogruppen gehören: „Wir haben eine gute Lehrerversorgung, so dass mit einer Kombination aus Homeschooling und Präsenzunterricht die Coronakrise recht gut bewältigt werden konnte“, so der Schulleiter.

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Von Anfang an habe man eine immer größere Notgruppe für Kinder von Eltern, die einen systemrelevanten Beruf ausüben, gehabt. Zusätzlich konnte die Schule nach Angaben von Singer eine Bedarfsgruppe einrichten, die für Schüler gedacht war, die zuhause nicht die Möglichkeit hatten, digital zu lernen oder überhaupt Unterstützung zu bekommen.

Erster Schritt nach den Pfingstferien

Nach den Pfingstferien wurde der Schulbetrieb für die Grundschüler wieder aufgenommen. Hier sei wieder Unterricht möglich gewesen, „wie es die normale Stundentafel hergibt, mit jeweils der halben Klassenstärke plus der Not- und Bedarfskinder. Was bedeutet, dass 60 bis 70 Prozent der Schüler vor Ort an der Schule anwesend waren.“ Seit diesem Montag werden die Grundschulklassen wieder komplett unterrichtet.

System funktioniert gut

„Im Prinzip funktioniert das System mit Homeschooling und Anwesenheit ganz gut“, betont Singer. Der Austausch der Materialien wurde im Grundschulbereich schwerpunktmäßig über Mail-Kontakte bewerkstelligt, dazu sei auch intensiv auch telefoniert worden. Zusätzlich seien die Kollegen zu den Schülern nach Hause gefahren und hätten die Kontakte zu ihren Schülern auf diese Art gepflegt. Im Sekundärbereich gebe es die digitale Lernplattform DILer, die die Kommunikation zwischen Eltern, Schülern und Lehrern ermögliche, aber auch Videokonferenzen und Online-Unterrichtseinheiten.

Gruppen auseinander halten

In der Schule müssten die Hygienevorgaben weiterhin aufrecht erhalten werden, betonte der Rektor. „Wenn jetzt alle Grundschüler wieder an die Schule kommen, geht es in erster Linie darum, die Gruppen auseinander zu halten – nicht nur im Unterricht, sondern auch darüber hinaus bei den Essenszeiten, in den Pausen und in der Mittagsbetreuung bei den Hausaufgaben.“

Keine Masken in den Pausen

Bei den vielen ebenerdigen Klassenzimmern habe sich auch die Möglichkeit ergeben, dass die Schüler durch die Terrassentüren ein- und ausgehen, um Begegnungen zu vermeiden. Auch werden in den Pausen keine Masken vorgeschrieben, lediglich auf die Abstandsregelung wird weiterhin bestanden. „Man versucht in der Schule, diese Regeln einzuhalten und durchzusetzen, aber wenn man sieht, wie dies dann in der Freizeit abläuft...“, sorgt sich Peter Singer.

Digital wird immer wichtiger

Die digitale Ebene nehme bei alldem einen immer größeren Stellenwert ein – auch bei den geplanten Umbaumaßnahmen an beiden Schulstandorten. Man sei auf einem guten Weg, dass letztlich jeder Schüler ein Endgerät zur Verfügung habe.

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