Der neue Feuerwehrbedarfsplan für die Jahre 2022 bis 2028 beschäftigte jetzt den Niedereschacher Gemeinderat. Dabei zeigte sich auch, dass es die Löschwasserversorgung in einigen Bereichen nicht ausreicht.

Neun Monate Arbeit

Ralf-Jörg Hohloch, Amtsleiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz und Kommandant der Feuerwehr Freiburg, stellte den Plan vor. Über einen Zeitraum von neun Monaten hatte er diesen in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Niedereschacher Wehr und der Gemeinde erstellt.

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Eingearbeitet wurden dabei Dinge wie Gemeindestruktur, Personalstand, Fahrzeuge, Ausrüstung, Gerät und Feuerwehrhäuser sowie Jugendarbeit. Daraus haben alle Beteiligten Maßnahmen, Lösungsvorschläge und einen Investitionsplan entwickelt. Der Feuerwehrbedarfsplan wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Hier gibt‘s zu wenig Löschwasser

Der Bereich Bevölkerungs- und Infrastruktur zeige, dass in einigen Bereichen im Gemeindegebiet Niedereschach die Löschwasserversorgung nicht ausreichend sei, so Ralf-Jörg Hohloch. Dies betreffe insbesondere landwirtschaftliche Außenanlagen wie Bühlhof, Schliethof, Hardthof, Bantlehof, Klosterhof, Staigerhof und Winkelhof und das Gewerbegebiet „Auf dem Zimmermann“.

Daher müsse jeder Teilort ein wasserführendes Einsatzfahrzeug vorhalten. Zusätzlich müsse künftig die Voraussetzung geschaffen werden, um eine Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken eigenständig realisieren zu können.

Diese Fahrzeuge sind nötig

Zur Sicherstellung des Grundschutzes in der Gesamtgemeinde müsse die Abteilung Niedereschach für den Brandeinsatz, Technischen Hilfeleistungseinsatz und Gefahrguteinsatz über ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) und ein Tanklöschfahrzeug 16/25 (TLF 16/25) verfügen, heißt es weiter in dem Bedarfsplan.

Für die Abteilung Fischbach sei ein Löschgruppenfahrzeug 8/6 und ein Mannschaftstransportwagen mit Tragkraftspritze mit Schläuchen vorzuhalten, für die Löschgruppe Kappel zur Sicherstellung des Brandschutzes ein Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser.

Bei der Personaldecke könne das vom Gesetzgeber vorgegebene Schutzziel, wonach sechs Feuerwehrangehörige innerhalb von fünf Minuten zur Verfügung stehen müssen, einhalten werden. Daher werden grundsätzlich die Einsatzabteilungen Niedereschach, Fischbach und die Löschgruppe Kappel mit alarmiert.

Über 2500 Stunden Engagement

Zum 1. September 2021 hatte die Feuerwehr 138 Angehörige, davon 81 aktive, 27 in der Jugendfeuerwehr und 30 in der der Altersabteilung. Sie haben 2020 insgesamt 75 Einsätze abgeleistet, dafür wurden von den aktiven Feuerwehrangehörigen 1758 Stunden im Ehrenamt erbracht. Mit Aus- und Weiterbildung Feuerwehrabteilungsausschusssitzungen, Feuerwehrgesamtausschusssitzungen summiert sich dies auf 2586 Stunden.

Verbunden mit dem Heimatort

Bei den Gesprächen wurde deutlich, dass an der bestehenden Einsatzstruktur mit den Abteilungen Niedereschach und Fischbach und der Löschgruppe Kappel nichts verändert werden sollte. Jede Abteilung stellte fest, dass eine hohe Verbundenheit mit dem Ortsteil vorhanden ist. Auch sei somit sichergestellt, dass damit alle Einheiten innerhalb von zehn Minuten am Brandort sein können.

Neue Fahrzeuge sind nötig

Weitere Punkte befassten sich mit der Jugendfeuerwehr, der Verfügbarkeit des Personals am Tage, dem Zustand der Feuerwehrhäuser und den Einsatzfahrzeugen. Hier wurde herausgestellt, dass die Neubeschaffung eines LF 20 für das aus dem Jahr 1994 stammende Niedereschacher TLF 16/25, des Mannschaftstransportwagens (MTW), Baujahr 2001, sowie für die Abteilung Fischbach ein MTW mit Tragkraftspritze und Schläuchen sehr wichtig sei.