Eine Herzensangelegenheit war es für Bürgermeister Martin Ragg und die Gemeinde- und Ortschaftsräte, den Soldaten der Patenkompanie Dankeschön für ihre vielfältigen Arbeitseinsätze in der Gesamtgemeinde zu sagen. Als Rahmen hierfür war schon lange ein Biwak, verbunden mit einem gemeinsamen Essen bei der Eschachhalle, geplant. Dieses musste wegen der Corona-Pandemie bereits mehrfach abgesagt werden. Doch nun hat es geklappt.

Der Marsch durch die Höllen-Hitze

Der Weg ins mehrtägige Biwak war nicht ohne: Trotz der schweißtreibenden Temperaturen hatten die Soldaten die Strecke von Donaueschingen nach Niedereschach zu Fuß bewältigt.

So lernen sich Bürger und Soldaten besser kennen

Über 100 Soldaten der Patenkompanie, Bürgerinnen und Bürger, Bürgermeister Martin Ragg, Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes sowie Gemeinde- und Ortschafsträte nutzten das gemeinsame Essen, um einmal abseits der vielen Arbeitseinsätze mit den Soldaten in lockerer, entspannter und gemütlicher Runde, auch persönliche Kontakte zu vertiefen und sich auszutauschen. Martin Ragg betonte in seiner Ansprache, wie wertvoll die seit 1976 bestehende enge Partnerschaft der Gemeinde Niedereschach zur heutigen 4. Kompanie des Jägerbataillons 292 in Donaueschingen ist.

Chefkoch Frank Schaaf hatte mit Unterstützung der Landfrauen ein reichhaltiges Büffet für die rund 100 Soldaten und die Gäste gezaubert
Chefkoch Frank Schaaf hatte mit Unterstützung der Landfrauen ein reichhaltiges Büffet für die rund 100 Soldaten und die Gäste gezaubert

„Es ist eine lebendige Patenschaft, die sich durch vielfältige Kontakte und gemeinsame Treffen auszeichnet“, konstatierte der Schultes. Er erinnerte an zahlreiche Arbeitseinsätze der Patenkompanie in der Gesamtgemeinde in den vergangenen Jahren, bei denen unter anderem 100 Männer und Frauen „richtig hingelangt haben“.

Das Ergebnis seien gepflegte Gehölze an Straßen und Bachläufen, der Rückgang des gefährlichen Riesenbärenklaus auf Gemarkung Niedereschach, hervorragend gerichtete Wege und auch die Ertüchtigung des Streichelzoos und des Waldlehrpfades.

„Es ist eine lebendige Patenschaft, die sich durch vielfältige Kontakte und gemeinsame Treffen auszeichnet.“
Martin Ragg, Bürgermeister

Der Schultes freute sich, dass sich nun endlich die Gelegenheit biete, für die großartige Unterstützung in vielen Bereichen auf diese Art Dankeschön zu sagen. Im Detail erinnerte er an umfangreiche Hecken- und Baumpflegemaßnahmen entlang der Kreisstraße Richtung Schabenhausen sowie das Freischneiden des dortigen Geh- und Radweges.

Viel Lob aus den Reihen der Bürger habe es auch für die Ertüchtigung des Waldlehrpfades bei der Bruder-Konrad Kapelle gegeben. Im Streichelzoo wurden Gebäude repariert und Totholz entfernt, um der Versauerung des dortigen Sees entgegenzuwirken. Auch wurden verschiedene Holzruhebänke aufgestellt.

Unterstützung auch im Kampf gegen die Pandemie

Beim zurückliegenden Konzert mit „Papis Pumpels“ erhielt die Gemeinde ebenfalls Unterstützung von Soldaten der Patenkompanie. Und auch im Pflegehaus am Eschachpark halfen diese bei den Coronavirus-Impfterminen aus. Unvergessen sind in Niedereschach zudem die von den Soldaten erledigten landschaftspflegerischen Maßnahmen entlang der Eschach und die Ertüchtigung des Wanderweges von der Eschach zum „Vorderen Herrenberg“. „Die Liste der Aktivitäten der Soldaten in Niedereschach ließe sich beliebig verlängern“, betonte Ragg.

Kompaniefeldwebel Yves Albrecht (links) im Gespräch mit Bürgermeister Martin Ragg und dessen Amtsvorgänger Otto Sieber. In Siebers ...
Kompaniefeldwebel Yves Albrecht (links) im Gespräch mit Bürgermeister Martin Ragg und dessen Amtsvorgänger Otto Sieber. In Siebers Amtszeit wurde die Patenschaft im Jahr 1976 ins Leben gerufen.

Er freue sich sehr darüber, dass sich die Soldaten in Niedereschach nach eigenen Aussagen immer sehr wohl und auch angenommen fühlen. Das zeigte sich bei dem gemeinsamen Essen und den Gesprächen immer wieder.