Immer wieder ist und war es die Corona-Pandemie, die auch der erst im vergangenen Jahr gegründeten Bürger-für-Bürger-Sozialgenossenschaft einen gewaltigen Strich durch die Rechnung macht. Dabei ist die Genossenschaft ja gerade ins Leben gerufen worden, um den älteren Bürgern in allen Lebenslagen zu helfen und ihnen im Rahmen einer professionell organisierten Nachbarschaftshilfe im Alltag im Haushalt, mit Fahrdiensten, Betreuung und Begleitung zur Seite zu stehen.

Als schiere Sisyphusarbeit entpuppt sich das Vorhaben der Bürgergenossenschaft, in Corona-Zeiten den Bürgern und Bürgerinnen der vier ...
Als schiere Sisyphusarbeit entpuppt sich das Vorhaben der Bürgergenossenschaft, in Corona-Zeiten den Bürgern und Bürgerinnen der vier Ortsteile ihr Gesamtkonzept zum Thema Älter werden in Niedereschach vorstellen. Von links das Projektteam mit Lisa Ruf, Joachim Bucher, Heinz Haller und Ursula Miola.

Eine Reihe von Informationsveranstaltungen in Niedereschach und den Ortsteilen musste im Frühjahr abgesagt werden, berichtet der Vorsitzende Joachim Bucher. Im zweiten Anlauf im Herbst fiel nach Veranstaltungen in Kappel, Schabenhausen und Fischbach fiel die abschließende Veranstaltung in Niedereschach erneut dem Virus zum Opfer, weswegen die Projektgruppe mit Lisa Ruf, Ursula Miola, Heinz Haller und Joachim Bucher sich jetzt entschlossen hat, den Bürgern über eine Befragung die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen und Eindrücke der Sozialgenossenschaft schriftlich mitzuteilen.

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Wie möchte ich im Alter wohnen? Welche sozialen Kontakte möchte ich? Was passiert, wenn ich nicht mehr so richtig kann? Wer unterstützt mich in den Dingen des Alltags? Wie möchte ich im Pflegefall versorgt werden? Welche Probleme sehe ich in unserer Gemeinde? Was ist sonst noch wichtig? Das sind die Fragen, die der Antwort harren. „Wir würden uns freuen, wenn Sie uns das, was Sie uns persönlich sagen wollten, nun schreiben. Entweder Sie schicken uns eine E-Mail an verwaltung@4buerger.de oder schreiben einen Brief. Den werfen Sie dann einfach im Rathaus oder bei der Bürger-für-Bürger-Sozialgenossenschaft in den Briefkasten“, erläutert Joachim Bucher die weitere Vorgehensweise.

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In den drei abgehaltenen Info-Veranstaltungen in den Ortsteilen waren es vor allem Fragen zum Thema Mobilität, die die Bürger umtreiben. So sei es zum Beispiel um den Anschluss Schabenhausens an den Bus sehr schlecht bestellt sei mit der Folge, dass nicht umsonst fast vor jedem Haus zwei Autos stünden. Lobenswert wurde erwähnt, dass Niedereschach sehr gut mit Ärzten versorgt sei. Gleichzeitig wurde aber auch die fehlende Barrierefreiheit in der Gemeinschaftspraxis bedauert. Bemängelt wurde ferner, dass rund um die Kulturfabrik kaum Parkplätze frei sind, wenn man die Arztpraxen oder Geschäfte im Kernort aufsuchen möchte. Die meisten dieser Parkplätze seien von Beschäftigten der verschiedenen Betriebe und Einrichtungen im Kernort belegt. Könnten diese Dauerparker nicht auf die fast immer freien Parkplätze bei der Eschachhalle verwiesen werden und von dort ein Pendelverkehr in die Ortsmitte mit einem E-Fahrzeug eingerichtet werden?

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Die weggebrochene Gastronomie in den Ortsteilen sowie fehlende Einkaufsmöglichkeiten waren weitere Diskussionsthemen, und als wichtig wurde auch angesehen, in der Gemeinde eine Stelle zu haben, an die man sich bei verschiedenen Notlagen zielgenau, schnell, kurzfristig und unbürokratisch wenden kann, wenn man in irgendeiner Weise Hilfe oder einen Lotsen braucht, um sich zurechtzufinden. Fahrdienste, die Einrichtung eines Mitfahr-Bänkles und Einkaufsfahrten und auch das Fehlen betreuter Seniorenwohnungen waren weitere Themen.

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„Diese Themen wie auch die jetzt noch schriftlich eingereichten Themen werden von der Projektgruppe aufgenommen und in das bestehende Grundkonzept eingearbeitet. Im kommenden Jahr soll das Ergebnis dann den Gemeinde- und Ortschafsträten sowie der Bevölkerung vorgestellt werden. Dann wird es darum gehen zu schauen, was umsetzbar ist“, so Joachim Bucher zur weiteren Vorgehensweise.