In den vergangenen drei Jahren habe die Kostendeckung auf dem Friedhof zwischen 45 und 50 Prozent gelegen, informierte Oberteuringens Bürgermeister Ralf Meßmer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit den neuen, erhöhten Gebühren würden 70 Prozent angestrebt, den Rest der Kosten trage die Gemeinde. „Die Erhöhung entspricht den Gebühren, die in der Region Usus sind. Außerdem haben wir uns mit Pfarrer Reinhard Hangst abgesprochen“, sagte Meßmer und wies darauf hin, dass der kommende Haushalt für die Gemeinde nicht einfach werde.

Die Bestattungsgebühr für über zehnjährige Verstorbene steigt von 470 auf 600 Euro. Ein Reihengrab kostet künftig 2200 statt 1150 Euro, ein einfachbreites Wahlgrab 2380 statt 1250 Euro und ein Urnenwahlgrab für bis zu vier Urnen 1860 statt 2000 Euro. Neu festgesetzt wurden unter anderem die Gebühren für das Erdrasenreihengrab mit 3190 Euro und das Urnenwahlgrab für bis zu zwei Urnen mit 1470 Euro.

David Funes (SPD) kritisierte den hohen Sprung beim Reihen- und beim Wahlgrab. „Wie soll man das jemandem erklären, der zwei Jahre hintereinander jemanden verliert?“ Eva Keppler, bei der Gemeinde zuständig für die Friedhofsverwaltung, erläuterte, dass in den vergangenen Jahren nur zwischen einem und drei Reihengräber im Jahr nachgefragt worden seien.

Budget für Friedhofswege soll erhöht werden

Sabine Müller (CDU) und Günther Schnappauf (SPD) regten an, das Budget für die Pflege der Friedhofswege zu erhöhen. Künftig sollen 10000 statt 5000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Auf Anfrage von Eugen Rueß (Freie Wähler) sagte Keppler, dass es künftig noch keine Anfrage für eine muslimische Beerdigung gegeben habe und dass sie auf dem Oberteuringer Friedhof nicht möglich sei. Ausweichen könnten die Muslime beispielsweise nach Friedrichshafen.

Bei den Gebühren enthalten und bei der neuen Friedhofssatzung dagegen gestimmt hat Maximilian Eppler (CDU). Er habe sich eine stärkere Orientierung der Friedhofssatzung an der sich verändernden Beerdigungskultur gewünscht.