Im Rahmen ihrer Ausbildungsreise durch den gesamten südbadischen- und württembergischen Raum informierte sich Staatssekretärin Katrin Schütz vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg auch in Niedereschach über ein Projekt der Firma Feyer.Art Raumdesign Fassade, das als geradezu beispielhaft genannt werden kann.

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Denn gerade in den Zeiten des coronabedingten Nahezu-Stillstandes hatte sich die Firmenleitung mit Gerhard und Simone Feyer, die ein wesentliches Standbein in der Lehrlingsausbildung sieht – 56 Auszubildende haben seit der Firmengründung 1972 ihre Lehre dort absolviert -ein Projekt einfallen lassen, an welches die drei Auszubildenden Maler- und Lackiererinnen und die zwei Ausbildenden Stuckateure mit Begeisterung herangegangen waren. „Denn nichts wäre schlimmer gewesen in den Zeiten des Corona-Leerlaufs, als seine Lehrlinge mit dem eintönigen Aufräumen der Lager zu beschäftigen“, betonte Firmeninhaber Gerhard Feyer.

Kapellen-Sanierung statt Kurzarbeit

Um seine fünf Azubis weiter zu beschäftigen und sie nicht in Kurzarbeit schicken zu müssen, wurde das gemeinnützige Hofkapellen-Projekt gestartet: den fünf Lehrlingen wurde die Chance gegeben, eigenständig ein historisches Gebäude, die kleine Hofkapelle beim Vogelsanghof aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zu sanieren. Und die Verantwortung und Eigenständigkeit, die ihnen damit auferlegt wurde, habe sie mächtig stolz gemacht, und umso mehr hätten sie sich ins Zeug gelegt, die Sache zur Zufriedenheit aller zu erledigen, berichteten sie am Dienstagmittag der Staatsekretärin, die sich mit den Landtagsabgeordneten Martina Braun und Karl Rombach, dem Präsidenten der Handwerkskammer Konstanz, Werner Rottler, Bürgermeister Martin Ragg als Vertreter des Landrates des Schwarzwald-Baar-Kreises und weiteren Vertretern aus Politik und Verwaltung zu einer Gesprächsrunde mit den Auszubildenden in den Räumen der roomz-shop im Niedereschacher Gewerbegebiet eingefunden hatte.

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Alle ziehen an einem Strang

Zuvor hatte Firmeninhaber Gerhard Feyer die Eckdaten seines Betriebes, dessen Entstehung und Arbeitsfelder- und Schwerpunkte aufgezeigt. In der anschließenden Befragung der Auszubildenden durch die Staatssekretärin ging es in erster Linie um ihre Eindrücke und Erlebnisse, die sie coronabedingt in der schulischen Ausbildung erlebt hatten, und vor allem natürlich darum, wie sie, im Gegensatz zu vielen anderen Auszubildenden, mit denen sie sich ausgetauscht hatten und die die Corona-Zeit mit eintönigen Arbeiten auszufüllen hatten, sich einer solch aufregenden und verantwortungsvollen Aufgabe widmen durften. Ein wirklich beispielhaftes Projekt, so fasste Gerhard Feyer abschließend zusammen, zumal auch alle Beteiligten auch hervorragend zusammengearbeitet haben. So habe die Familie Dinter- Dörflinger als Inhaber der Kapelle die Materialkosten übernommen, die Firma Feyer den Lohn und die Auszubildenden habe die gesamte Arbeit geleistet und dabei auch etliche Überstunden drauf gepackt. Und was ihm wichtig ist, sei die Strahlwirkung, dass so etwas nach Außen dringt, „dass wir im Handwerk einfach tolle Leistungen zustande bringen“.