Die Narrenzunft Fischbach plant auch in diesem Jahr als Höhepunkt ihrer vielen närrischen Aktivitäten eine zünftige Dorffastnacht. Am vergangenen Samstag sorgten engagierte Mitglieder der Zunft hier auch für die optischen Voraussetzungen. In der Fischbacher Ortsmitte und in der Sinkinger Straße, die Umzugsstrecke für den Kinderumzug und den großen Narrenumzug am Fastnachtssonntag ist, wurden die Narrenfähnle aufgehängt.

  • Großer personeller Aufwand: Verbunden war diese Aktion wie gewohnt mit einem großen personellen Aufwand und dem Einsatz von schwerem Gerät. Zur Freude von Zunftmeister Droxner und dessen Stellvertreter, Andy Ettwein, waren beim Aufhängen der Fähnle auch wieder zahlreiche Alt-Narrenräte mit dabei. Sie sind meist im Hintergrund für die Zunft noch immer ein starker Rückhalt. "Ohne die Unterstützung von so vielen Menschen könnten wir die Fischbacher Dorffastnacht in der gewohnten Form gar nicht organisieren", so Droxner. Sie seien immer dankbar für neue Mitstreiter in allen Bereichen, angefangen vom Auf- und Abbau über Thekendienste während der hohen Tage, beim Erstellen der Narrenzeitung oder der Mitwirkung am Programm beim großen Zunftball, so der Zunftmeister.
  • Neue Gesichter: Neue Gesichter wird es in diesem Jahr auch beim traditionellen Fischbacher Narrengericht im Landgasthof "Zum Mohren" geben. Mit Chefankläger Edgar Schlenker, der nach 37 Jahren zurückgetreten ist, und Richter Klaus Hartmann stehen bei dieser beliebten Veranstaltung am Schmotzige Dunnschtig um 11 Uhr gleich zwei wichtige und bewährte Akteure nicht mehr zur Verfügung. Die Suche nach jungen Nachfolgern, die in die großen Fußstapfen von Schlenker und Hartmann treten könnten, habe sich sehr schwierig gestaltet, so Droxner. Trotz mehrmaliger Nachfrage lässt er die Katze noch nicht dem Sack und hält sich mit den Namen deren, die am Schmotzige Dunnschtig neben Verteidiger Herbert Martini als Richter und Chefankläger im Rampenlicht stehen werden, zurück.
  • Name bleibt Geheimnis: "Das soll eine Überraschung werden", sagt Droxner. Wer angeklagt wird, darüber schweigt sich der Zunftmeister mit schelmischen Hinweis auf die Vorgaben der neuen Datenschutzgrundverordnung ebenfalls noch aus. "In diesem Jahr werden aber einige Hochkaräter angeklagt. Die wissen es nur noch nicht, werden die Vorladung aber bald erhalten", grinst der Zunftmeister. Ein Renner wird in diesem Jahr auch der Umzug am Fastnachtssonntag: Obwohl kein Jubiläum zu verzeichnen ist, haben sich zahlreiche Zünfte angesagt und insgesamt nehmen am Umzug stolze 32 Zünfte, Gruppen oder Musikverein teil. Diese große Zahl zeigt, dass die Fischbacher Fastnacht auch nach außen hin einen sehr guten Ruf genießt.

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.