Ein neues Naturrefugium im Wiesental zwischen Niedereschach und der ehemaligen Pulvermühle in Richtung Horgen, der Wettbewerb „Ökologischer Garten“, die Aktion „Blühendes Niedereschach“, die jährliche Landschaftsputzete und die vielen Aktionen im Bereich des Amphibienschutzes: eine enorme Aufgabenpalette, die das doch recht überschaubare Team vom Verein Naturschutz Niedereschach (VNN) zu bewältigen hatte und auch im laufenden Jahr 2019 noch vor sich hat. Dies wurde deutlich in der Jahreshauptversammlung im Restaurant „Lei“.

Geselligkeit kommt nicht zu kurz

Schriftführerin Ira Heise-Krachenfels rief die vielfältigen Aktivitäten 2018 nochmals im Detail in Erinnerung, wobei auch die Geselligkeit und die Kameradschaft nicht zu kurz kamen. Das zeigten die gut besuchten, lockeren Stammtischrunden, bei denen immer auch neue Ideen geboren werden.

Könnte hier eine Teichanlage entstehen? Ortstermin des Vereins im vergangenen Sommer zum Projekt Naturrefugium im Niederwiesen.
Könnte hier eine Teichanlage entstehen? Ortstermin des Vereins im vergangenen Sommer zum Projekt Naturrefugium im Niederwiesen. | Bild: Gerd Jerger

Mit Blick auf die den großen, noch anstehenden Projekte und Vorhaben des Naturschutzvereins standen zur geplanten Teichanlage im Bereich Niederwiesen auch erste vorbereitende Beratungen auf dem Programm.

800 Quadratmeter große Teichanlage geplant

Nach den Plänen des Naturschutzvereins geht es dabei darum, eine landwirtschaftlich nicht genutzte Schilffläche entlang der Eschach in einen rund 800 Quadratmeter großen Flachwasserteich umzuwandeln. Der Teich würde dann in Verbindung mit der umgebenden Schilfzone optimale Bedingungen als Rastplatz und Überwinterungshabitat für Zugvögel bieten, ebenos auch als Laichbiotop für Amphibien.

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Was das Insekten- und Artensterben betreffe, das bekanntlich bedenkliche Ausmaße annehme, habe der Naturschutzverein doch etliche positive Beiträge geleistet und Zeichen gesetzt, hieß es. So seien auch durch die Gemeinde einige Flächen als Blühlandschaft umgebaut worden, etwa am Hardtweg oder an der Eschachhalle. Vorzeigeprojekte seien ganz sicher das Staudenprojekt am Spittelbrunnen mit entsprechenden Hinweistafeln und der Wettbewerb „Ökologischer Garten“ in der Gemeinde.

Finanziell ist der Verein so gut aufgestellt, dass er sich sogar Gedanken über einen Grundstückskauf im Gewann Niederwiesen machen kann. Kassenchefin Angelika Will legte dazu ein durchweg positives Zahlenwerk vor.

Ein viel gelobtes Vorzeigeprojekt der Niedereschacher Naturschützer ist das Staudenprojekt am Spittelbrunnen.
Ein viel gelobtes Vorzeigeprojekt der Niedereschacher Naturschützer ist das Staudenprojekt am Spittelbrunnen. | Bild: Gerd Jerger

Angesichts der durchweg positiven Berichte war die Entlastung der Vorstandschaft durch die Kreis- und Gemeinderätin Ilse Mehlhornreine Formsache. Sie dankte den Aktiven des Naturschutzvereins für die vielen Aktivitäten und das fleißige Arbeiten für die Natur. „Es ist beeindruckend, was so ein kleiner Verein für das Gemeinwohl leistet. Ihr tut viel für die Gemeinde und eure Mitbürger“, lobte Mehlhorn, die auch die Wahlen leitete.

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Dabei wurden auch der Vorsitzende Michael Senn und dessen beide Stellvertreter Barbara Cornils und Oliver Bumann für weitere zwei Jahre in ihren bisherigen Ämtern bestätigt. Wobei Senn erklärte, dass seine nun bevorstehende weitere Amtszeit definitiv seine letzte und er in zwei Jahren nicht mehr kandidieren werde. Damit bleibe genügend Zeit, sich in Ruhe Gedanken um seine Nachfolge zu machen.

Einstimmig beschlossen wurde eine Ergänzung zur Satzung mit welcher die Vorgaben der vieldiskutierten Datenschutzgrundverordnung erfüllt werden soll.

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