Viele Privatwaldbesitzer haben die vergangenen Wochen und das weitgehend trockene Wetter dazu genutzt, das durch die zurückliegenden Sturmtiefs angefallene Sturmholz aufzuarbeiten. Probleme bereitet den Privatwaldbesitzern dabei neben der Aufarbeitung vor allem die Vermarktung, da der Holzmarkt aktuell gesättigt ist.

Käfer- und Sturmholz kaum zu vermarkten

Käferholz und speziell auch das Sturmholz von abgerissenen Bäumen sei für die kleinen Privatwaldbesitzer mit ihren kleinen Verkaufsmengen kaum noch zu vermarkten, sagt Försterin Anna-Lena Grieb. Viele kleine Privatwaldbesitzer sind deshalb dazu übergegangen, das Holz zu Brennholz zu verarbeiten. Noch immer seien verschiedene Waldflächen im Bereich der Gemeinde Niedereschach nicht zugänglich. Über Forststraßen und Wegen liegen teils immer noch abgebrochene Bäume.

Lücken boten Angriffsflächen

Besonders gefährdet waren und sind Waldbestände gewesen, in denen im Vorjahr bereits Käferholz angefallen war. Die Lücken, die durch den Aushieb des Käferholzes entstanden sind, boten Angriffsflächen für Stürme und Sturmböen. „Aber auch Einzelbäume und vermeintlich stabile Nadelholzbestände konnten an manchen Stellen der Kraft der Stürme nicht standhalten. Auf der Gemarkung der Gemeinde Niedereschach kam es jedoch nicht zu großen Flächenwürfen, doch ganz verschont bliebt kaum ein Waldstück“, so Försterin Grieb.

Auch das Nassholzlager der Firma Finkbeiner zwischen Fischbach und Niedereschach wächst beständig. Dort wird das Holz zwischengelagert, bis es dann gesägt wird.
Auch das Nassholzlager der Firma Finkbeiner zwischen Fischbach und Niedereschach wächst beständig. Dort wird das Holz zwischengelagert, bis es dann gesägt wird. | Bild: Albert Bantle

Zumeist waren kleine Flächen, Bestandsränder oder auch einzelne Bäume betroffen. Viele Bäume wurden samt dem Wurzelteller umgeworfen, es kam aber auch zu Kronen- und Stammabbrüchen.

Sicherheit muss groß geschrieben werden

Ganz wichtig bei der Aufarbeitung des Sturmholzes sei die Sicherheit der Waldarbeiter. Stehende Bäume seien bereits angeschoben und stehen unter Spannung, so dass die Fällung mit besonderer Vorsicht und speziellen Fälltechniken erfolgen müsse. Auch das bereits liegende Stammholz stehe häufig unter Spannung, liege kreuz und quer und könne unkontrolliert abrutschen. In vielen Fällen könne deshalb nur mit geeigneten Forstmaschinen gearbeitet werden. Dies sollten gerade auch Privatwaldbesitzer beachten.

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