Das Mofarennen von Fischbach stellt für die Teams eine besondere Herausforderung dar. Schließlich müssen insgesamt 17 3/4 Stunden auf der Maschine verbracht werden. Doch eine solche Veranstaltung bedeutet auch jede Menge Arbeit hinter den Kulissen. Arbeit, die lange vor dem Startschuss und auch nach der Zieleinfahrt weitergeht. Mit dem SÜDKURIER haben die Organisatoren über die einzelnen Aufgaben und Herausforderungen gesprochen.

Robin Müller gehört zum Team Streckenchiefs, die vor und während dem Rennen für die Rennstrecke verantwortlich sind.

Robin Müller gehört zu den Streckenchiefs.
Robin Müller gehört zu den Streckenchiefs. | Bild: Lange, Tobias

"Ich gestalte die Strecke und sorge dafür, dass es eine Strecke bleibt", sagt er. Dass sei schon eine Herausforderung, da das Rennen schließlich 17 3/4 Stunden dauere. Wichtig sei seinem Team, dass sie jedes Jahr für jeden, erfahrene und nicht so erfahrene Mofafahrer, fahrbar ist. Bei der Streckenführung selbst versuche das Team jedes Jahr etwas neues zu bieten, obwohl nur 25 bis 30 Prozent geändert werde. "Der Rest ist Tradition", sagt Robin Müller. Das sei auch deshalb eine Herausforderung, weil die Streckenführung stark von den Landwirten abhängig ist, die dem Organisationsteam ihre Felder für die Zeit der Veranstaltung überlassen.

Nadja Müller und Katrin Schwager sind zum ersten Mal im Organisationsteam dabei und sind im Festwirte-Team.

Nadja Müller (links) und Katrin Schwager sind Festwirte.
Nadja Müller (links) und Katrin Schwager sind Festwirte. | Bild: Lange, Tobias

Für dieses Team steht viel Arbeit vor der eigentlichen Veranstaltung an, denn ihnen obliegt es unter anderem, den Schichtplan aufzustellen. Das ist eine Herausforderung, denn "der fasst fast 200 Helfer", erklärt Nadja Müller. Die Arbeit fange am Samstag um 8 Uhr an und ende am Sonntag um 14 Uhr, schildert Katrin Schwager. Und insbesondere bei den Nachtschichten sei es nicht immer leicht, Leute zu finden. "Es ist schwierig, solche Schichten an den Mann zu bringen", erklärt Nadja Müller. Man müsse zudem darauf achten, dass für die richtige Zeit, die richtigen Personen eingeteilt sind, ergänzt Katrin Schwager. Während der Veranstaltung ist das Festwirteteam zudem dafür zuständig, dass die Bar immer genug Getränke hat.

Jörg Epting und Martin Müller sind bei der Veranstaltung für die Stromversorgung zuständig. Eine wichtige Aufgabe, denn das Rennen muss auch in der Nacht gut ausgeleuchtet sein. "Stromausfälle sind etwas, das man vermeiden sollte", sagt Martin Müller und lacht. Die Stromversorgung müsse über den gesamten Zeitraum stabil sein. Dazu gehöre viel Fachwissen, was die beiden Elektrofachkräfte auch mitbringen.

Jörg Epting (links) und Martin Müller sorgen dafür, dass das Licht nicht ausgeht.
Jörg Epting (links) und Martin Müller sorgen dafür, dass das Licht nicht ausgeht. | Bild: Lange, Tobias

Neben dem Strom ist Jörg Epting zudem in der technischen Rennleitung aktiv. Ihre Aufgabe sei es, dass sich auch alle Rennteams an die Regeln des Mofarennens halten, erklärt er. So müssen beispielsweise Lichter und Bremsen das gesamte Rennen über funktionieren. "Wenn was sein sollte, müssen die Teams das richten." In Extremfällen schließen sie Teams auch vom Rennen aus. Nach dem Rennen obliegt es der technischen Rennleitung, die Maschinen der erst-, zweit,- und drittplatzierten Teams sofort auf Regelverstöße zu kontrollieren.

Esther Roth sorgt mit ihrem Team dafür, dass die Zuschauer während dem Rennen nicht hungrig bleiben müssen. Für diese wichtige Aufgabe ist das Küchenteam zuständig.

Esther Roth versorgt während dem Rennen die hungrigen Besucher.
Esther Roth versorgt während dem Rennen die hungrigen Besucher. | Bild: Lange, Tobias

"In Stoßzeiten ist es eine Herausforderung, alle satt zu bekommen", sagt sie. Zwischen 20 Uhr und 2 Uhr sei Steakwenden im Akkord angesagt. Pausen, in denen die Küche kalt bleibt, gibt es nicht. "Es geht rund um die Uhr, wie die ganze Veranstaltung", sagt Esther Roth. Und die nötige Ausrüstung für ein solches Event müsse natürlich auch vorhanden sein. Glücklicherweise können die Veranstalter auf das Equipment des Roten Kreuzes Fischbach zurückgreifen. Dafür sei das Team sehr dankbar, sagt Esther Roth.

Daniel Lipp gehört zu den Organisatoren der ersten Stunde und gehört der organisatorischen Rennleitung an. "Bei uns läuft der Rennbetrieb zusammen", sagt er.

Daniel Lipp ist Ansprechpartner für alle.
Daniel Lipp ist Ansprechpartner für alle. | Bild: Lange, Tobias

Sie seien Anlaufstelle für die Fahrer, für die Sponsoren und Presse. Zudem nehmen sie Beschwerden an, aber nur in schriftliche Form, betont er und lacht. Denn seit er Beschwerden nicht mehr mündlich entgegennimmt, sei deren Zahl deutlich zurückgegangen. Anders als bei anderen Teams, bei denen sich die Akteure über den Zeitraum der Veranstaltung abwechseln, gibt es für die organisatorischen Rennleitung keine Pausen. "Wir haben einen Fulltime-Job. Wir können nicht schlafen", sagt Daniel Lipp.

Gabriele Teiss und Robert Lipp schließlich sind zusammen mit dem Kassenteam für das Finanzielle zuständig. Dabei geht es nicht nur darum, dass immer genug Wechselgeld in der Kasse ist. Auch um den Einkauf muss sich das Kassenteam kümmern, erklärt Gabriele Teiss.

Eines der größeren Teams bilden Nico Petrolli (von links), Gabriele Teiss, Rebecca Rühlemann, Martina Haas und Robert Lipp. Zusammen mit Simon Storz (abwesend) bilden sie das Kassenteam.
Eines der größeren Teams bilden Nico Petrolli (von links), Gabriele Teiss, Rebecca Rühlemann, Martina Haas und Robert Lipp. Zusammen mit Simon Storz (abwesend) bilden sie das Kassenteam. | Bild: Lange, Tobias

"Das heißt, Prospekte wälzen und und zuschlagen bei Angeboten." Die Herausforderung liege darin, genug einzukaufen, denn gerade nachts sei es schwer, etwas nachzuliefern, ergänzt Robert Lipp. Dabei gehe es nicht um einzelne Getränkekisten, sondern um Paletten, die dann fehlen. Gleichzeitig bei Nahrungsmitteln wie Fleisch, Wurst oder Wecken am Ende nicht zu viel übrig bleiben, denn diese können nicht zurückgegeben werden. "Da darf man sich nicht verrückt machen lassen", sagt Robert Lipp. Zu Panikeinkäufen sollte es nicht kommen, wenn der Hauptbetrieb bereits vorbei ist.