Längst sind die Feuerwehren nicht mehr nur dafür da, ihre originären Aufgaben wie „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ zu erfüllen. Feuerwehrleute sind heute zu Allround-Talenten geworden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit rücken freiwillige Feuerwehrleute aus, um schnell, gezielt und professionell zu helfen. Und dies immer mehr bei technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Absperrungen und Evakuierungen. Aktionen eben, die vielen unserer heutigen motorisierten Mitbürgern, die von den Feuerwehrkameraden deswegen auch mal angehalten werden, gegen den Strich gehen.

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Die Folge: Pöbeleien, Beleidigungen und Angriffe auf Feuerwehrangehörige, die sich fragen, warum sie das eigentlich auf sich nehmen und ihr Ehrenamt aufgeben. Momentane Zustände, unter denen das gesamte Hilfeleistungssystem leidet und deswegen vielleicht sogar irgendwann zusammenbricht. Umso wichtiger ist deshalb auch für die Abteilung Fischbach mit der Löschgruppe Kappel der innere Zusammenhalt, der allerdings bei gegebenen Anlässen wie bei Ausflügen oder Besuchen auch nach außen hin dargestellt werden sollte, betont Gesamtkommandant Jürgen Seemann.

Also auch in der Freizeit Flagge zeigen, dass man als Feuerwehrkameraden zusammengehört. Deshalb hat sich die Abteilung beim Vereinswettbewerb beworben, um bei der Beschaffung einer einheitlichen Freizeitbekleidung berücksichtigt zu werden. Ausrüstung und Ausstattung der Feuerwehren, dazu zählt auch die vorgeschriebene Dienst- und Einsatzbekleidung, obliegen nach der Gesetzesgrundlage zwar der Gemeinde. Aber diese Freizeitbekleidung fällt da nicht unbedingt darunter, meint Seemann.

Und anders wie in der Stadt würden die Feuerwehren auf dem Land bei solchen außerplanmäßigen Ausgaben seitens der Kommunen eher nicht unterstützt. Andererseits wolle man die Kommune auch nicht überverhältnismäßig finanziell belasten, so dass man beschlossen habe, diese Ausgaben für die Freizeitbekleidung aus eigener Tasche zu finanzieren.

Der Wunsch des Kommandanten sind „Freizeit-Strickwesten“ mit Feuerwehr-Logo, mit der einheitlich alle Feuerwehrkameraden der Abteilung ausgestattet werden sollen. „Bisher haben sich die Kameraden teilweise schon selbst ausgestattet, aber eben jeder ein wenig anders, so dass man da zwischenzeitlich eine eher bunte Artenvielfalt zusammen hat“, so Kommandant Jürgen Seemann. Und man wünsche sich ein einheitliches Erscheinungsbild. Benötigt werden für die Abteilung etwa 50 Feuerwehrwesten im Wert von etwa 5000 Euro.