Es müssen dramatische Szenen gewesen sein, die sich in der Nacht auf Karfreitag im Römerweg im Fischbacher Gewerbegebiet abgespielt haben. Bis auf die Grundmauern ist dort ein Stall abgebrannt. Bei der Tragödie entstand nicht nur ein hoher Sachschaden. Auch zwei im Gebäude eingestellte Pferde kamen dabei ums Leben. Ein Brandsachverständiger wurde eingeschaltet, um die Ursache des Brandes zu ermitteln.

Feuer verursacht Explosionen

Völlig ausgebrannt sind auch zwei an den Reitstall angebaute Lagerräume einer Fischbacher Tiefbaumfirma, in denen neben Maschinen und Geräten auch einige Gasflaschen gelagert wurden, die während des Brandes explodierten. Auch der angrenzenden Räume eines dort angesiedelten Steinmetzbetriebes wurden in Mitleidenschaft gezogen. Dieses Gebäude konnte von den im Einsatz befindlichen Feuerwehren aus Fischbach, Kappel, Niedereschach und Dauchingen jedoch weitestgehend erhalten werden. Die Feuerwehren waren laut Polizei mit einem Großaufgebaut von 70 Mann im Einsatz. Vor Ort waren auch ein Feuerwehrarzt aus Villingen, Kreisbrandmeister Florian Vetter und Mitglieder der Helfer-vor-Ort-Gruppe des Roten Kreuzes Fischbach. Rund sechs Stunden kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen, konnten das vollständige Niederbrennen des Stalls und angrenzender Gebäude aber nicht verhindern.

 

Die Feuerwehr versucht in der Nacht auf Karfreitag den Stallbrand in Fischbach unter Kontrolle zu bringen.
Die Feuerwehr versucht in der Nacht auf Karfreitag den Stallbrand in Fischbach unter Kontrolle zu bringen. | Bild: Wilhelm Bartler

Möglicherweise technischer Defekt als Ursache

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Da der Brandherd wohl in der Nähe eines Verteilerkastens liegen soll, könnte dies auf einen technischen Defekt hindeuten. Die Brandstelle wurde am Freitagvormittag abgesperrt und wird erst wieder freigegeben, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Bis dahin werden auch die beiden verendeten Pferde in der Brandruine verbleiben müssen. Im Stall untergebracht waren auch noch zwei Katzen, von denen bislang lediglich eine wieder gesund und munter aufgetaucht ist. Die Höhe des Sachschadens liegt laut Polizeimeldung bei rund 120 000 Euro.

Am Tag danach: Bis auf die Grundmauern niedergebrannt sind der Stall und zwei daran angebaute Lagerräume.
Am Tag danach: Bis auf die Grundmauern niedergebrannt sind der Stall und zwei daran angebaute Lagerräume. | Bild: Albert Bantle

Anwohner schlugen Alarm

Bemerkt wurde der Brand zuerst von Anwohnern, welche durch starke Knallgeräusche, die von den explodierenden Gasflaschen herrührten, auf den Brand aufmerksam wurden und sofort per Notruf Alarm schlugen. Zufälligerweise überflog just zum Zeitpunkt des Brandes auch der in einem Nachteinsatz befindliche Rettungshubschrauber die Unglücksstelle. Beim Eintreffen der schnell vor Ort befindlichen Feuerwehr stand bereits alles in Flammen. Vor allem galt es, durch Riegelstellungen, angrenzende Gebäude zu sichern. Dass der Stall und nebenliegenden Lagerräume völlig niederbrannten konnte aber nicht mehr verhindert werden, sagte Einsatzleiter und Gesamtkommandant Jürgen Seemann.

Am Tag danach: Bis auf die Grundmauern niedergebrannt sind der Stall und zwei daran angebaute Lagerräume Bei dem Feuer entstand nicht nur hoher Sachschaden. Auch zwei Pferde kamen um – trotz des Einsatzes von 70 Feuerwehrleuten.
Bei dem Feuer entstand nicht nur hoher Sachschaden. Auch zwei Pferde kamen um – trotz des Einsatzes von 70 Feuerwehrleuten. | Bild: Wilhelm Bartler

Die Pferde standen vor dem Umzug

Besonders tragisch: Die beiden umgekommenen Pferde sollten in ein bis zwei Wochen in einen anderen Stall in Weiler umziehen, wie der Fischbacher Ortsvorsteher Peter Engesser sagte. Zusammen mit Bürgermeister Martin Ragg war er am Freitagmorgen vor Ort. Er sei mit der Pferdebesitzerin verwandt und habe noch am Vortag Malerarbeiten am neuen Stall erledigt, sagte der Ortsvorsteher.

Bürgermeister Martin Ragg und Ortsvorsteher Peter Engesser, waren am gestrigen Morgen ebenfalls vor Ort. Sie dankten allen im Einsatz befindlichen Kräften.
Bürgermeister Martin Ragg und Ortsvorsteher Peter Engesser, waren am Freitagmorgen ebenfalls vor Ort. Sie dankten allen im Einsatz befindlichen Kräften. | Bild: Albert Bantle