Tausende Besucher strömten am vergangenen Wochenende zum neunten internationalen Fischbacher Mofa-Langstreckenrennen. 52 Teams waren am Start. Den Startschuss zu der Großveranstaltung gaben Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg und Fischbachs Ortsvorsteher Peter Engesser. Am Ende siegte das Team "Brunner" aus Hirrlingen. Dieses Team mit Teamchef Dominic Brunner an der Spitze, schaffte in 17 Stunden stolze 300 Runden. Das Titelverteidiger-Team Das Provisorium", landete mit zwei Runden Rückstand (298 Runden) auf Platz zwei. Auf Rang drei mit 8 Runden Rückstand (292 Runden) auf den Sieger kam das Team "Hennenstall Ettenkirch".

Nachdem das Siegerteam Brunner vom Start weg vorne lag, zeitweise sehr deutlich führte und keiner mehr daran zweifelte, dass dies ein "Start-Ziel-Sieg" wird, wurde es eine Stunde vor Rennschluss noch einmal richtig spannend, denn das Getriebe des Rennmofas des späteren Siegerteams streikte. Mit einem Kabelbinder wurde die Sache ganz auf die Schnelle "repariert" und fortan konnte der Fahrer des Team Brunner in der letzten Stunde nur noch im dritten Gang fahren. Zu allem Pech kam auch noch ein Plattfuß hinzu. Der Sieg schien vor diesem Hintergrund fast schon verloren. Das Verfolgerteam "Das Provisorium"d um Teamchef Harald Weißenrieder, holte Runde für Runde auf. Statt den Plattfuß zu reparieren, entschied das Team Brunner einfach die letzten drei Runden mit plattem Reifen zu fahren und rettete damit den Sieg über die Zeit.

Insgesamt war das neunte Fischbacher Mofarennen ein grandioser Erfolg. Auch dank des guten Wetters sprengte der Besucherandrang alle Erwartungen. Am Samstagabend herrschte trotz großzügig ausgewiesener Parkplatzflächen regelrechte "Parkplatznot". Die Mitglieder der Feuerwehr Fischbach hatten stundenlang alle Hände voll zu tun, den anrollenden Verkehr zu regeln. Als die ausgewiesenen Parkplätze voll waren, stellten Landwirte kurzfristig weitere Felder für Parkzwecke zur Verfügung.

"Einfach großartig war das", lobte vor diesem Hintergrund Daniel Lipp vom Organisationsteam die Unterstützung durch die Landwirte und bezog die ganze Einwohnerschaft von Fischbach und Sinkingen auch gleich mit ein, denn diese hätten mit Sicherheit keine ruhige Nacht gehabt. Dass niemand reklamiert habe, zeige, wie sehr die Bevölkerung zwischenzeitlich hinter dieser Großveranstaltung stehe, für deren Durchführung sich auffallend viele Jugendliche aus Fischbach aktiv einbringen.

Ein Rennunfall kurz vor Mitternacht bereitete zunächst Sorgen. Es musste ein Rettungswagen angefordert werden und damit dieser zum Verletzten vorfahren konnte, wurde das Rennen für kurze Zeit unterbrochen. Der Verletzte konnte nach ambulanter Behandlung die Klinik verlassen und nach zwei Stunden seinem Team wieder beistehen. Auch alle anderen Rennunfälle endeten glimpflich. endeten und auch sonst alles "rund" lief und die Veranstalter aus den Reihen der Guggämusik Ohrwürmer und dem Jugendclub Fischbach von allen Seitenmit viel Lob für die Organisation und Durchführung des Rennwochenendes bedacht wurden, sah man nach dem Rennen am Sonntagmittag nur zufriedene Gesichter.

Egal ob Rennen, freies Training, technische Abnahme der Mofas, Qualifying, Le-Mans-Start, Zieleinlauf, technischer Nachkontrolle der erstplatzierten Mofas oder Freinacht in der "Kolbenfresserbar" mit DJ: Es klappte alles wie am Schnürchen. Vor diesem Hintergrund kündigte Daniel Lipp bei der Siegerehrung an, dass es 2018 die Jubiläumsauflage des Fischbacher Mofarennens geben wird, wobei den drei Erstplatzierten Teams dann ein Startrecht eingeräumt wird. Alle anderen Teams müssen sich wieder neu bewerben.

Vor Beginn der Siegerehrung war es Daniel Lipp ein großes Bedürfnis, rundherum allen zu danken, die zu dem großartigen Erfolg beigetragen haben. Allen voran nannte der die Landwirte und die beteiligten Hilfsorganisationen, wie THW Villingen, DRK Fischbach, Niedereschach und die Feuerwehr Fischbach wie auch die Notärzte Ursula Engesser und Markus Bockhacker und die Fischbacher DRK-Bereitschaften.