Ein abwechslungsreiches Programm mit Tänzen, Sketchen und Büttenreden bot die Narrenzunft Fischbach bei ihrem sehr gut besuchten Zunftball in der Bodenackerhalle. Durch das Programm führten Regina und Vanessa Müller.

Christoph Droxner und die beiden Ansagerinnen Regina und Vanessa Müller sowie Andy Ettwein (von links) besingen zusammen mit Andy Ettwein den Thermomix.
Christoph Droxner und die beiden Ansagerinnen Regina und Vanessa Müller sowie Andy Ettwein (von links) besingen zusammen mit Andy Ettwein den Thermomix. | Bild: Albert Bantle

Überraschungen für Fischbachs Zunftmeister

Der erste Höhepunkt stand bereits vor Beginn des Bühnenprogramms an, als der zweite Zunftmeister, Andy Ettwein, einen absoluten Überraschungscoup landete: Er zeichnete zusammen mit der Präsidentin der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV), Annerose Schwarz, Kanzelarin Bianca Weber, Fischbachs Ehrenzunftmeister Hans Kaltenbach und Ortsvorsteher Peter Engesser Fischbachs Zunftmeister Christoph Droxner gleich mehrfach aus. Mehrfach deshalb, weil Droxner in der Vergangenheit nach den Worten von Ettwein „irgendwie immer vergessen wurde“ und Droxner zwar immer an die Anderen denke, sich aber nie selbst für eine Ehrung nominiert hätte.

Immer flott dabei: die Fischbacher Gardemädchen.
Immer flott dabei: die Fischbacher Gardemädchen. | Bild: Albert Bantle

Flotter Gardetanz

Nachdem sich der sichtlich überraschte Fischbacher Zunftmeister wieder einigermaßen gefasst hatte, starteten die Fischbacher Gardemädchen mit einem flotten Gardetanz mit dem Bühnenprogramm. Später folgten von den Mädchen als Kleine Garde und Große Garde weitere flotte Showtänze. Ohne Zugaben durften die Mädchen – wie alle anderen Tanzgruppen an diesem Abend auch – die Bühne nicht verlassen.

Maximilian Droxner gibt als kleiner Bub sein Debüt auf der Fischbacher Narrenbühne.
Maximilian Droxner gibt als kleiner Bub sein Debüt auf der Fischbacher Narrenbühne. | Bild: Albert Bantle

Maximilian Droxners Büttenredner-Debüt

Dass man es als „junger Bub“ im Leben sehr schwer hat, darauf wies Maximilian Droxner bei seinem Debüt als Büttenredner auf der Narrenbühne hin. Mit einem flotten Indianertanz, bei dem Ortsvorsteher Peter Engesser gar an den Marterpfahl gestellt wurde, wirbelten Frauen aus Niedereschach über die Bühne – und dies ebenso schwungvoll wie kurz darauf die Boogie-Woogie-Formation „Red Socks“.

Die Boogie-Woogie- Formation Red Socks ist ebenfalls in Aktion.
Die Boogie-Woogie- Formation Red Socks ist ebenfalls in Aktion. | Bild: Albert Bantle

Rotkäppchen und der Datenschutz

Überaus humorig gestaltete sich die von Werner und Dieter Petrolli, Margit Müller, Gabi Dreagert, Heiko Obergfell und Christoph Droxner auf die Bühne gebrachte „Wahre Geschichte vom Rotkäppchen“. Was in mancher Arztpraxis mit Blick auf die Datenschutzgrundverordnung nicht optimal läuft, zeigte sich auf lustige Weise unter Einbeziehung der beiden Präsidiumsfrauen der SNV, Annerose Schwarz und Bianca Weber, sowie Ortsvorsteher Peter Engesser beim Sketch von Katharina Stern, Ramona Müller und Thomas Petrolli.

Bei der wahren Geschichte vom Rotkäppchen wurde der Wolf nicht vom Jäger erschossen, sondern vom Traktor überfahren.
Bei der wahren Geschichte vom Rotkäppchen wurde der Wolf nicht vom Jäger erschossen, sondern vom Traktor überfahren. | Bild: Albert Bantle

Verzweifelt bei Schreibenmaschinen-Reparatur

Auf heitere Weise wurde beim Sketch von Andy Ettwein und Tim Obergfell überaus deutlich, wie schnell sich die Welt verändert und wie hoffnungslos überfordert junges EDV-Personal ist, wenn es darum geht, auf einer ganz normalen Schreibmaschine ein hängendes „F“ zu reparieren.

Die Mitglieder der kleinen Garde bei ihrem Monstertanz.
Die Mitglieder der kleinen Garde bei ihrem Monstertanz. | Bild: Albert Bantle

Gäste aus der Muttergemeinde

Als die angekündigten Überraschungsgäste auf der Bühne entpuppte sich eine muntere Truppe der Narrenzunft aus der Muttergemeinde Niedereschach, bestehend aus Tanja, Adrian und Rene Bayer, Theresa Fischer, Fabiola Haring, Ramon Martini, Tobias Hug, Andreas Cerny und Michalea Mädel.

Erstmals am Programm des Fischbacher Zunftball war eine Abordnung der Narrenzunft Niedereschach beteiligt.
Erstmals am Programm des Fischbacher Zunftball war eine Abordnung der Narrenzunft Niedereschach beteiligt. | Bild: Albert Bantle

Spott vom Rentnerbänkle

Auf dem traditionsreichen Fischbacher Rentnerbänkle saßen diesem Jahr Andy Ettwein und Christoph Droxner. Sie nahmen als „Xaver und Christian“ dabei so manches kuriose Ereignis im Ortsgeschehen auf die närrische Schippe, darunter auch das von der Gemeinde erlassene „Schießverbot“ für die Peterzeller Bürgerwehr beim Umzug in Niedereschach, eine aufwendige „Bierwarmhalteaktion“ der Fischbacher „Narrenbaumfäller“ und die in einem Leserbrief geäußerte Kritik des Niedereschacher Gemeinderates und früheren Bürgermeisterkandidaten Rüdiger Krachenfels am Fischbacher Mofarennen. „Selber bringen die sowas nicht auf die Beine gestellt, aber es uns verbieten“, regten sich die Rentner über die Einmischung aus der „Muttergemeinde“ auf.

Beim Finale gab es noch einmal Applaus für alle Akteure des Abends.
Beim Finale gab es noch einmal Applaus für alle Akteure des Abends. | Bild: Albert Bantle

Dank an alle beim großen Finale

Mit einem Lied auf den „Alleskönner“ Thermomix endete das Programm. Beim Finale rief Christoph Droxner noch einmal alle Akteure des Abends auf die Bühne und dankte rundherum allen, die sich an diesem Abend in irgendeiner Weise eingebracht habe, angefangen von den Akteuren auf der Bühne, über das Personal vor und hinter der Theke, dem Ton- und Technikteam rund um Mike Meister, bis hin zum Publikum und DJ „James“, der den ganzen Abend über jede noch so kleine Pause musikalisch überbrückte.

Sie rockten die Halle: die Fischbacher Ohrwürmer.
Sie rockten die Halle: die Fischbacher Ohrwürmer. | Bild: Albert Bantle

Ausgelassene Feier bis in die Morgenstunden

Nach dem Finale stürmte die Guggenmusik „Ohrwürmer Fischbach“ die Bühne und brachte dort nicht nur die Bodenackerhalle zum Beben, sondern auch die Narren im Saal so richtig so Schwung. Viele hielt es dabei nicht mehr auf den Sitzen. DJ James war es dann, der den Stimmungspegel oben hielt, sodass die Narren bis in die Morgenstunden ausgelassen und friedlich feiern konnten.

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