Am Sonntagnachmittag fiel der Startschuss zur Niedereschacher Fastnacht 2019. Der große Umzug ist der erste närrische Höhepunkt des Jahres. Organisiert wird er von den drei Zünften des Narrenbundes.

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Trotz des „Schmuddelwetters“, so Umzugssprecher Karl-Heinz Wimmer, säumte eine ansehnliche Zahl von närrischen Zuschauern die Umzugsstrecke – zur Freude der zahlreichen Besenwirtschaften bis hinaus zur Eschachhalle, wo ein Barzelt und ein Bierwagen auf Narren und Besucher warteten.

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Während die Umzüge in den vergangenen Jahren immer bei strahlendem Sonnenschein und teils frühlingshaften Temperaturen stattfanden, war in diesem Jahr witterungsbedingt wieder einmal Glühwein sehr gefragt. Noch vor dem Umzug versprach Wimmer den Zuschauern ein farbenprächtiges Spektakel mit 31 Zünften und über 1000 Hästrägern. Etwas „hexenlastig“ zwar, so Wimmer, aber das gehöre heutzutage einfach dazu.

Viele Hexengruppen sind beim Umzug des Niedereschacher Narrenbundes zu sehen. Den Zuschauern gefällt es.
Viele Hexengruppen sind beim Umzug des Niedereschacher Narrenbundes zu sehen. Den Zuschauern gefällt es. | Bild: Wilhelm Bartler

Der Musikverein Harmonie mit Dirigent Thomas Solt und der neuen Vorsitzenden Jenny Huber führten wenig später die bunte Umzugsparade an. Danach folgte die Niedereschacher Narrenvereinigung, angeführt von der Narrenzunft mit Zunftmeisterin Tanja Bayer, dicht gefolgt von der Deifelzunft. Die Deifel hätten sich in den letzten Jahre mit viel Nachwuchs toll entwickelt, so der Umzugssprecher. Als dritte Zunft im Bunde folgten die Lehr-Hexen mit ihrem neuen Zunftmeister Bastian Holzem. Vor dem Tross der der Gastzünfte, beginnend mit den Epfelschittler Willersbach, marschierten noch die mit überdimensionierten Holzköpfen dargestellten politischen Größen der Gemeinde, Bürgermeister Martin Ragg und sein Amtsvorgänger Otto Sieber.

Bild: Wilhelm Bartler

Hinter ihnen folgten die Villinger Schalmeien, die nicht nach Noten, sondern nach Zahlen spielen. „Somit also echt auch ein Instrument für uns“, scherzte Wimmer am Mikrofon.

Trotz nasskaltem Wetter haben die zahlreichen Umzugsbesucher viel Spaß, so wie diese vier Narren.
Trotz nasskaltem Wetter haben die zahlreichen Umzugsbesucher viel Spaß, so wie diese vier Narren. | Bild: Wilhelm Bartler

Die Sonnen-Hänsele-Zunft Trossingen begeisterte mit vielen einzelnen Figuren und mit ihren Hexen. Auf die Narrenzunft Lauterbach folgten die Villinger Schatten-Geister, die ihre Figur dem alpenländischen Raum entliehen haben. Die Narrenzunft Lützenhardt gefiel mit mehreren Gruppen und nach den Schoaf-Hexen Weiler kam die Narrenzunft 1967 St. Georgen. „Eine der schönsten Masken im gesamten Schwarzwälder Raum“, kommentierte der Umzugssprecher. Die Bürgerwehr Peterzell begeisterte die Zuschauer mit ihrer Holzkanone, die jedoch nicht abgefeuert werden durfte. Die Gemeindeverwaltung habe es verboten, so der Umzugssprecher.

Die Närrische Bürgerwehr Peterzell darf ihre prächtige Holzkanone nicht abfeuern. Die Gemeindeverwaltung hat das untersagt. Mit einem Schild informiert die Gruppe die vielen Zuschauer. Bilder: Wilhelm Bartler
Die Närrische Bürgerwehr Peterzell darf ihre prächtige Holzkanone nicht abfeuern. Die Gemeindeverwaltung hat das untersagt. Mit einem Schild informiert die Gruppe die vielen Zuschauer. Bilder: Wilhelm Bartler | Bild: Wilhelm Bartler

Besondere Beachtung bekam die Narrenzunft Dauchingen, die seit zwei Jahren Patenzunft der Deifelzunft ist. Ihnen sei es zu verdanken, dass die Deifel in der Schwarzwälder Narrenvereinigung bis zur Aufnahme mitmachen dürfen, so Wimmer.

Die Wächter-Gilde Hohenlupfen, die Lohwald Teufel Villingen, die Butterfasshexen Schwenningen, die Urviecherzunft Bad Dürrheim, die Münzlochgeister Reiselfingen, die Hexengilde Sauerwasen, die Geisberger Geisenmeckerer, die Warenbachhexen Villingen, die Narrenzunft aus Mönchweiler und Unterbaldingen, die Burgberger Bettelwieber, der Spielmannszug mit Majoretten, die Glonki Gilde Villingen, die Thalheimer Lupfengoaschter, die Schindel-Hansel Zunft Villingen, die Schwenninger Wikinger und die Sublodere-Hans Gruppe aus Vöhrenbach vervollständigten die Aufstellung. Das farbenprächtige Umzugsspektakel ging nach rund zwei Stunden zu Ende.

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