Mit den Steuern und Gebühren befasste sich in seiner jüngsten Sitzung der Niedereschacher Gemeinderat. Während die Steuern vollständig unverändert blieben, beschloss das Gremium beim Abwasser eine Erhöhung von bislang 1,56 Euro je Kubikmeter auf 1,60 Euro.

Bei den Schlachthausgebühren wurde ebenfalls eine Erhöhung von durchschnittlich zehn Prozent beschlossen, um den schlechten Deckungsgrad wenigstens ein bisschen zu verbessern. So zahlen Einheimische mit Schwein oder Rind für die Nutzung des Schlachtraums statt 14,70 Euro zukünftig 16,20 Euro. Bei Schaf, Ziege und Reh steigt die Nutzungsgebühr von acht Euro auf 8,80 Euro. Auswärtige Nutzer zahlen jeweils das Doppelte.

Steigende Zahlen

Gemeinderat Edgar Lamparter wandte sich dabei als einziges Ratsmitglied gegen die von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung. Er befürchtet, dass bei einer derartigen Erhöhung manche Nutzer abspringen und der Beschluss daher "kontraproduktiv" sein könnte. Eine Befürchtung, die Haberstroh nicht teilt. Das letzte Mal im Jahr 2015 habe man sogar um 20 Prozent erhöht und niemand sei abgesprungen. Laut Statistiken für das Schlachthaus Fischbach sei die Anzahl der Schlachtungen in den vergangenen zwei Jahren deutlich angestiegen. Im Jahr 2017 waren es 256 Schlachtungen, 2016 224 Schlachtungen. Weiter sei festzustellen, dass die Einrichtung seit Jahren von deutlich mehr auswärtigen Nutzern als einheimischen Nutzern in Anspruch genommen werde. Der Anteil der einheimischen Nutzer lag in den vergangenen vier Jahren zwischen 17 und 22 Prozent. Fischbachs Ortsvorsteher Peter Engesser wies darauf hin, dass vom Schlachthaus in Fischbach auch viele andere, beispielsweise die Vereine bei Festlichkeiten profitieren. Der jährliche Abmangel im Schlachthaus liegt zwischen 13 200 und 18 500 Euro bei einem Kostendeckungsgrad von 39 bis 48 Prozent.

Steuern steigen nicht

Zudem wurde beschlossen, bei den Realsteuern, also Gewerbesteuer sowie die Grundsteuer A und B als wichtige Einnahmesäulen des Gemeindehaushalts, für 2019 keine Erhöhungen vorzunehmen. Auch der Steuersatz für die Hundesteuer bleibt unverändert. Für die Gebühren legte Kämmerer Alfred Haberstroh im Gemeinderat die genauen Kalkulationsgrundlagen für die einzelnen Gebührenhaushalte vor. So ergab die Kalkulation der Wasserverbrauchsgebühren für das Jahr 2019 einen unveränderten Wasserpreis von zwei Euro je Kubikmeter. Damit war bei den Verbrauchsgebühren keine Gebührenanpassung notwendig. Die Wassergrundgebühren wurden zum 1. Januar 2018 angepasst und bleiben ebenfalls unverändert.

Die Kalkulation der Abwassergebühren für das Jahr 2019 ergab eine Schmutzwassergebühr von 1,60 Euro (bisher 1,56 Euro) je Kubikmeter sowie eine Niederschlagswassergebühr von 0,41 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche. Ursächlich für die geringfügig notwendige Gebührenanpassung beim Abwasser seien Änderungen auf der Ertragsseite und auf der Aufwandsseite sowie ein deutlich geringer vorhandener Ausgleichsbetrag aus Kostenüberdeckungen aus Vorjahren.