Mit neuen Angeboten wie Schulkinderbetreuung und gemeinsamem Mittagstisch soll der Grundschulstandort Fischbach wieder attraktiver werden. Das ist eines der Ergebnisse einer mehr als einstündigen Diskussion in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

  • Probleme in Fischbach: Die Schülerzahl an der Grundschule Fischbach sinkt, und dagegen soll etwas unternommen werden. Derzeit besuchen gerade mal 26 Kinder die Schule. Sollten es noch weniger werden, müsste ein neuer Klassenteiler angesetzt werden. Die erste bis vierte Klasse müssten dann zusammen unterrichtet werden, was sicherlich niemand will.

Bislang keine Angebote nach Unterrichtsende

Im Anschluss an den Unterricht gibt es weder ein gemeinsames Mittagessen noch eine Betreuung. Im Vorfeld der Sitzung am Montagabend besprachen Vertreter der Gemeinde Niedereschach, des Ortschaftsrats Fischbach und des Elternbeirats bereits verschiedene Modelle und deren Realisierbarkeit.

  • Schulkinderbetreuung gefordert: Man werde um die Einführung einer Schulkinderbetreuung in Fischbach nicht umhin kommen, und auch ein Mittagstisch solle dann für die Kinder bereitgestellt werden, hieß es im Gemeinderat. Lediglich über das Wie und die Kostenfrage war man sich am Ende einer langen und kontroversen Diskussion noch nicht einig.

Positive Grundstimmung im Gemeinderat

Auf jeden Fall, so Bürgermeister Martin Ragg zusammenfassend, könne er im Gremium eine positive Grundstimmung dafür ausmachen, eine Betreuung für die Kinder einzuführen und hierfür die jährlichen Kosten aufzubringen. Und dies, obwohl man damit im Gemeindehaushalt genau das Gegenteil dessen mache, was man an „strukturellen Verbesserungen“ bei den Haushaltsberatungen angestrebt habe.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Verwaltung soll nun einen konkreten Vorschlag ausarbeiten. Auch die Frage der Kostenbeteiligung der Eltern für die Betreuung soll noch einmal auf den Ratstisch kommen.

  • Einheitliche Regelungen angestrebt: Zur Überraschung etlicher Ratsmitglieder hatte sich bei der Diskussion herausgestellt, dass an den Schulstandorten in Niedereschach und Kappel für die Nachmittagsbetreuung große Unterschiede bei den Kostenbeteiligungen für die Eltern vorhanden sind. Zudem muss zwischen der verlässlichen Grundschule und der Ganztagesbetreuung differenziert werden. Die Ratsmitglieder drängten darauf, künftig für ein einheitliche Regelung für alle zu sorgen.

Grundschüler aus Schabenhausen nach Fischbach locken

Einig war man sich auf jeden Fall, dass die diskutierten neuen Angebote den Schulstandort Fischbach attraktiver machen müssten. Das soll künftig verhindern, dass Grundschüler aus Fischbach und Schabenhausen an die Schule nach Niedereschach abwandern, weil es dort eine Ganztagesbetreuung gibt. Auch hofft man, dass künftige Grundschüler aus Schabenhausen dann wieder an die Fischbacher Grundschule kommen.

  • Grundlinien für ein Betreuungskonzept: Bei genügend Interesse soll künftig ein gemeinsames warmes Mittagessen angeboten werden. Danach soll eine Betreuung und Freizeitgestaltung bis 14 Uhr angeboten werden. Durch diesen Betreuungsrahmen soll es auf der einen Seite möglich sein, die Familien zu entlasten und auf der anderen Seite soll den Schülern die Gelegenheit gegeben werden, ihrer privaten Freizeitgestaltung nachzugehen.

Grundsätzlich keine Neuanschaffungen nötig

Teile des Schulgebäudes und die Küche in der Bodenackerhalle könnten genutzt werden, so dass grundsätzlich keine Neuanschaffungen erforderlich wären. Für die Umsetzung will die Gemeinde eine externe Lösung finden in Zusammenarbeit mit der Kita Profil gGmbH. Mit dieser arbeitet die Gemeinde bereits seit mehreren Jahren im Bereich der Schul- und der Kleinkindbetreuung sowie der Krankheitsvertretung im Kindergarten zusammen.