Wer bis dato noch nichts von der Dicken Trespe (Bromus grossus) gehört hat, der weiß seit der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass es sich dabei um ein einjähriges Süßgras mit einer getreideähnlichen Rispe handelt. Für deren Kartierung im Bereich des Klosterhofs, ferner zur Erfassung der dortigen Brutvögel nebst speziellen artenschutzrechtlichen Prüfungen und weiteren Maßnahmen, muss die Gemeinde nun insgesamt 16.292 Euro aufbringen. Der Beschluss des Gemeinderates zur Vergabe der Leistungen an das Büro Faktorgrün in Rottweil erfolgte einstimmig.

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Die Gemeinde will beim Klosterhof auf einem gemeindeeigenen Grundstück eine Erddeponie einrichten. Bürgermeister Martin Ragg begründete dies mit den erheblichen Problemen, die die Gemeinde bei der Entsorgung von Erdaushub habe. Heutzutage müsse jeglicher Erdaushub, zum Beispiel, wenn jemand ein Haus baut, beprobt und klassifiziert und für viel Geld auf die entsprechenden Deponien gebracht werden. Ein Umstand, der den Bürgermeister sichtlich in Rage brachte: „Das treibt inzwischen Blüten, es ist unglaublich“, so Ragg. Denn mit dieser Erdaushubgeschichte würden auch Unsummen von Geld kaputt gemacht, und auf den Rathäusern spielten sich deswegen regelrechte Dramen ab, weil der Bauherr die dafür anfallenden Mehrkosten eigentlich für den Einbau einer Küche im Neubau vorgesehen hatte.

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Deshalb sei man jetzt mit dem Landratsamt übereingekommen, dass es für die Gemeinde am sinnvollsten sei, eine neue Erddeponie beim Klosterhof zu eröffnen. Das Gelände sei inzwischen vermessen, ergänzte Ortsbaumeister Hartmut Stern, und die Deponie sei in der letzten Ausbaustufe für die Aufnahme von 250 000 Kubikmeter Erde vorgesehen. Nach Prüfung und Genehmigung durch das Landratsamt sei jetzt der nächste Schritt die Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Deponie soll 10 bis 15 Jahre betrieben werden können.

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Einfacher hatte es sich da der Besitzer des Angelparks am Kappeler Dobel gemacht. Der hatte vor eineinhalb Jahren den ehemaligen Parkplatz beim Angelpark unerlaubt weit über die genehmigte Größe mit Erdaushub auffüllen lassen. Das Landratsamt hatte daraufhin angeordnet, dass die Auffüllung bis zur gesetzlich erlaubten Größe zurückzubauen sei mit Frist bis 4. November 2019 unter Androhung eines entsprechenden Zwangsgeldes in Höhe von mehreren tausend Euro. Nachdem diese Frist abgelaufen und sich bei der Auffüllung bisher nichts getan habe, wollte in der Sitzung Markus Dietrich wissen, wie da der Sachstand sei. Hauptamtsleiter Jürgen Lauer konnte nur darauf verweisen, dass die Sache momentan beim Verwaltungsgericht anhängig sei.