Einen fulminanten Start legte am Donnerstagabend das Eschach-Festival hin. Im Festival-Garten vor der Eschachhalle drängten die Besuchermassen zum "Spanischen Abend", bei dem die Gäste aus der Niedereschacher Partnergemeinde Arzúa im Mittelpunkt standen. Der Abend stand musikalisch wie auch kulinarisch voll und ganz im Zeichen der Partnerschaft mit der spanischen Gemeinde. Dazu trugen die Musikgruppen aus Arzúa maßgeblich bei. Zum einen war dies "Rondalla Moraima", eine zehnköpfige Musikgruppe mit Gitarren, Lauten, Bandurrias und Gesang. Sie verkörperten die typisch galicische Volksmusik. Die zweite Gruppe "O'Bringuelo", trat mit Akkordeon, Percussion und vor allem dem Traditionsinstrument der Region, der "Gaita gallega", der galicischen Variante des Dudelsacks, auf. Die beiden spanischen Folkloregruppen begeisterten ebenso wie das Duo "Dos Mundos", das bereits von ihren früheren Auftritten beim Eschach-Festival bekannt sind.

Eröffnet wurde das Festival von Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg. Er freute sich, die aus dem 1850 Kilometer entfernten Arzúa angereisten Gäste, darunter Bürgermeister José Luis Garcia López sowie die Gemeinderätin Aurora Varela Duro, begrüßen zu dürfen. Besonders freute sich Ragg, dass viele junge Menschen mit nach Niedereschach gekommen seien. Das lasse mit Blick auf die Zukunft hoffen, dass die Städtepartnerschaft noch lange Zeit erfolgreich sein könne. Dies sei sicher auch dem Niedereschacher Freundeskreis Arzúa mit seinem Präsidenten Gerd Jerger, sowie dem Freundeskreis Niedereschach in Arzúa zu verdanken. Als bleibende Erinnerung überreichte der Bürgermeister seinem Amtskollegen eine aus der Hand des Niedereschacher Künstlers Harald Ritzmann stammende Bleistiftzeichnung mit dem Konterfei von Ragg und Garcia López. Eine weitere Überraschung hatte Ragg für seinen spanischen Kollegen parat: Dieser durfte den Fassanstich durchführen. "Ich bin allerdings nicht geeignet dafür, Tipps zu geben", gestand Ragg, wohl mit Blick auf den einen oder anderen nicht ganz geglückten Fassanstich. Garcia López hatte dann zwar auch seine Probleme, doch letztlich meisterte er sein Debüt mit Bravour.

José Luis Garcia López dankte für die Gastfreundschaft, welche die Niedereschacher schon vor Jahrzehnten auch den aus Arzúa kommenden und in Niedereschach wohnenden Menschen erwiesen haben. Diese damals als Gastarbeiter in Niedereschach wohnenden Menschen seien es auch gewesen, die die Städtepartnerschaft ins Leben gerufen haben. Dass diese lebendige Partnerschaft nun auch von den nachfolgenden Generationen gelebt wird, sei eine großartige Sache und ganz im Sinne des europäischen Gedankens und der Völkerverständigung.