Bei einer Enthaltung durch Felix Beck hat der Gemeinderat jetzt die Haushaltssatzung 2020 einschließlich Haushaltsplan, Stellenplan und mittelfristiger Finanzplanung sowie den Wirtschaftsplan 2020 für den Eigenbetrieb Wasserversorgung verabschiedet.

  • Nahe an der „Schwarzen Null“: Rechnungsamtsleiterin Melanie Cziep erläuterte zuvor das mehrfach vorberatene, umfangreiche Zahlenwerk. Zudem verwies sie auf die der Sitzungsvorlage beigefügten, zu beschließende Satzung und den Wirtschaftsplan der Wasserversorgung. Das Ziel der Doppik, alle Aufwendungen inklusive Abschreibungen erwirtschaften zu können, sei, wenn auch knapp, erreicht worden. Man liege nahe an der „schwarzen Null“. Für die Zukunft müsse man schauen, was man tun könne, um die Zahlen im Ergebnishaushalt zu verbessern.
  • Stolze 5,1 Millionen Investitionsvolumen: Das Investitionsvolumen liege bei 5,1 Millionen, der Finanzierungsbedarf bei 4,3 Millionen Euro und die Kreditaufnahme bei 3,82 Millionen Euro, erklärte die Kassenchefin. Erfreulicherweise sei es so, dass die vom Kreis angedachte Erhöhung der Kreisumlage nun entfalle. Da die Umlage bei 29 Prozent bleibe, bedeute dies auf den Haushalt in Niedereschach bezogen ein Plus von 41 000 Euro. Auf Nachfrage von Gemeinderat Markus Dietrich, weshalb diese Summe nicht mehr in den Etat eingearbeitet wurde, erklärte Cziep, dass dies aus organisatorischen und zeitlichen Gründen schlicht und einfach nicht mehr möglich war. Irgendwann müsse man einen Strich ziehen. Im Falle des Haushaltsplans der Gemeinde Niedereschach liege diese Linie bei rund zwei Wochen vor der Beschlussfassung im Gemeinderat.
  • Viel Lob für die neue Rechnungsamtsleiterin: Fischbachs Ortsvorsteher und Gemeinderat Peter Engesser lobte in der Gemeinderatssitzung „das tolle Zahlenwerk 2020“. Es werde sich zeigen, was letztlich umsetzbar sei. Er bescheinigte Cziep eine tolle Arbeit. Im Übrigen müsse man einfach abwarten, was 2020 bringe. Der Haushaltsplan 2020 schaffe jedoch beste Voraussetzungen für ein gutes Jahr. Bürgermeister Martin Ragg dankte Cziep für die Ausarbeitung des Haushaltsplans 2020 und bezog in diese Dankesworte ausdrücklich auch das gesamte Team im Rechnungsamt mit ein.
  • Die wichtigsten Zahlen: Die Steuerkraftsumme liegt bei 8,296 Millionen Euro. Das entspricht je Einwohner 1397,93 Euro. Im Finanzhaushalt betragen die Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit 13 852 057 Euro und die Auszahlungen aus dem Verwaltungshaushalt 13 121 935 Euro. Der Überschuss liegt bei 730 122 Euro. Die Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit betragen 894 500 Euro und die Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit 5 157 400 Euro. Das ergibt einen Finanzierungsüberschuss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 4 262 900 Euro. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten betragen 3 820 000 Euro und die Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 165 000 Euro, was einen veranschlagten Finanzierungsmittelüberschuss in Höhe von 3 655 000 Euro bedeutet.
  • Die wichtigsten Investitionsmaßnahmen 2020: Grunderwerb und Erschließung Baugebiet Badäcker in Schabenhausen 1 398 000 Euro, Sanierung 2. Bauabschnitt Gemeinschaftsschule eine Million Euro, Glasfaserausbau in Fischbach 730 000 Euro, Anbau- und Erweiterung Gemeinschaftsschule 660 000 Euro, Sanierung Schloßberghalle Kappel 520 000 Euro, Friedhofssanierung Niedereschach 221 000 Euro, Sanierung Steigstraße (außerörtlich) 200 000 Euro, Südumfahrung 60 000 Euro, Löschwasserbehälter Gewerbegebiet Riedwiesen 50 000 Euro, Erweiterung Feuerwehrgerätehaus Fischbach 50 000 Euro sowie Gehweg und Straße Riedwiesen 15 000 Euro.