Mächtig übertrieben haben die Redakteure des Fischbacher Narrenblattes anlässlich der "Jubiläumsausgabe" zum 44-jährigen Bestehen. Am Samstag waren Mitglieder der Narrenzunft wieder von Haus zu Haus unterwegs und brachten das Blatt zum "Wahnsinnspreis" von nur 2,99 Euro unter das Volk. Bei der Ausgabe zum 44. Geburtstag wurde in den Überschriften schnell deutlich, dass da doch kräftig übertrieben, wenn nicht gar gelogen wurde. So soll die Unesco angeblich die Fischbacher Fasnet zum Weltkulturerbe erklärt haben und der FC 1920 Fischbach soll durch einen 4:2 Erfolg auf heimischen Rasen den deutschen Rekordmeister Bayern München nicht nur geschlagen, sondern damit gleichzeitig dessen Abstieg in die zweite Liga besiegelt haben. Zudem soll der FC Fischbach mit diesem Erfolg 2017 erstmals in der Vereinsgeschichte gar Deutscher Meister geworden sein.

Angesichts dieser unglaublichen Schlagzeilen nahmen sich die Missgeschicke, die im Blatt glossiert wurden, natürlich eher bescheiden aus. Wenn kümmert es da, dass der altgediente Anglerkamerad Winfried Seemann beim Forellenräuchern gleich 50 Forellen durch Saunatemperaturen ungenießbar gemacht hat, dass Gertrud Müller einen Erdbeerkuchen ohne Erdbeeren hergestellt hat und Stefan Kälble mit dem falschen Auto zur Tüv-Abnahme gefahren ist?

Neu ist die Mitteilung der Narren, dass Erich Müller einmal im Quartal vergisst, seinen Hühnerstall zu schließen und deshalb die Füchse vor seinem Hühnerstall in der Hoffnung auf leckere Mahlzeiten quasi Spalier stehen. Neu entdeckte Pflanzen, Reinhold Seemanns Handwerkerprobleme, Manuela Faulers Eklat im Gemeinderat, ein seinen Saufkumpanen im Stich lassenden Zunftmeister Christoph Droxner und die Feuerwehrprobleme bei der Fahrzeugweihe waren weitere Themen.

Ebenso auf die närrische Schippe genommen wurden ein problembehaftetes Jahrgangstreffen, Alexander Scherrmanns Probleme beim Besuch eines Eishockeyspieles des SERC sowie Daniel Lipps Vermessungsprobleme im Vorfeld der Gugg am Bach. Selbst in New York, wo der Fischbacher Mathias Bantle lebt, haben die Narren ihre Informanten sitzen und so kam auch Bantle im Fischbacher Narrenblatt zu Ehren, ebenso wie Erich Stern, der mit seinem "Uralt-Gotteslob" in der Kirche nicht zu Recht kam.

Zum Schmunzeln auch die Anekdoten vom Kälteeinbruch im Adolfstüble, einer Pool-Party mit Folgen, Löchern im Tank, Kindertransporten im Schubkarren, Dieseldieben, einer verflixten Flusskreuzfahrt, einem eingeschlossen Toilettengänger, einem vergessenen Sohn, Schuhproblemen oder einem sich selbst aussperrenden Mohrenwirt.