Seit jeher ist es Tradition im Niedereschacher Gemeinderat, dass zum Jahresende der erste Bürgermeisterstellvertreter einen kurzen Rückblick über die Arbeit des abgelaufenen Jahres gibt. Da in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montagabend der erste Bürgermeisterstellvertreter und Gemeinderat Rüdiger Krachenfels verhindert war, verlas Gemeinderat Michael Asal im Auftrag von Krachenfels dessen Jahresresümee.

Weitreichende Entscheidungen

An Bürgermeister Martin Ragg, die Ratskollegen sowie die Mitarbeiter der Verwaltung gerichtet, erklärte Krachenfels in seinem Schreiben, dass man aus seiner Sicht ein interessantes und spannendes Jahr hinter sich gebracht habe. Es seien einige wichtige und weitreichende Entscheidungen für die Gemeinde getroffen worden.

Leidenschaftliche Diskussionen

„Dabei haben wir es uns im Rat mit den Entscheidungen nicht leichtgemacht, haben ausführlich und ambitioniert auch über kleinere Dinge diskutiert“, schreibt Krachenfels. Er finde es gut, sich auch mit anscheinend Nebensächlichem auseinanderzusetzen, auch wenn es von außen manchmal kritisiert werde, dass sich das Gremium mit „Kleinigkeiten“ zu lange aufhalte. „Wir sind in diesem Rat, um die verschiedenen Meinungen zu Gehör zu bringen, die Sachen abzuwägen und um schlussendlich eine Entscheidung zu treffen“, lautet die klare Ansage des Bürgermeisterstellvertreters. Bei den Diskussionen könne es gerne leidenschaftlich und in der Sache hart zugehen, wenn man aber dabei darauf achte, dass es fair bleibe und die leitende Idee, unter dem Strich das Beste für die Gesamtgemeinde Niedereschach zu wollen, nicht vergessen werde. Er finde, dass man in diesem Jahr wieder vieles gut hinbekomme habe und sei voller Zuversicht, dass dies dem Gremium auch in der Zukunft gelingen werde.

Ist nicht weniger schöner?

Da am Montagabend auch das Klima ein Thema war, nutzte Krachenfels sein Schreiben, um noch eine Sache anzusprechen, die er vor einiger Zeit schon einmal vorgebracht hatte. Das Jahresende nahe und somit auch das jährliche Silvesterfeuerwerk. Er habe vor Wochen auf die ihm bis dahin unbekannte Umweltproblematik mit den Kunststoff-Überresten von Feuerwerken aufmerksam gemacht. Dieses Problem und natürlich auch die immense Belastung durch Feinstaub und Müll, die von den Feuerwerken ausgehe, wolle er allen der Sitzung beiwohnenden Anwesenden und der Öffentlichkeit nochmals ins Gedächtnis rufen: „Es sollte sich jeder überlegen, ob er überhaupt ein Feuerwerk brauche und wenn, ob nicht weniger sogar schöner ist“, schreibt Krachenfels.