Im Ort Fischbach wird in der ersten Septemberwoche ein runder Geburtstag gefeiert. Am Samstag, 8. September, und Sonntag, 9. September, findet auf einem Feld am Ortsrand dann zum zehnten Mal die "17 3/4 Stunden von Fischbach" statt. Das Mofarennen ist weit über die Region hinaus bekannt und zieht regelmäßig Mofabegeisterte aus ganz Deutschland und dem Ausland an.

"Wer in der Szene etwas gelten will, muss Fischbach gefahren haben", sagt Daniel Lipp vom Organisationsteam. Diese Bekanntheit habe 2018 aber auch zu einem Problem geführt. 50 Startplätze stehen zur Verfügung, doch bereits am ersten Anmeldetag sei diese Zahl überschritten worden, sodass das Los entscheiden musste. So sei es dazu gekommen, dass bei der zehnten Auflage des Rennens ausschließlich deutsche Teams am Start sind. "Wir könnten mit 100 bis 150 Teams fahren", erklärt Daniel Lipp. Doch das wollen die Organisatoren nicht, da es sonst zu unübersichtlich wird. Ein Zuschauerliebling ist aber wieder mit dabei, versichert der Organisator: Die Haarigen waren bisher bei jedem Rennen am Start und sind es auch 2018 wieder. "Die haben noch nie gewonnen" sagt Daniel Lipp und lacht. "Das sind aber die Sieger der Herzen."

Zum zehnten Mal findet das Mofarennen in Fischbach statt. Mit dabei sind 50 Teams, die 17 3/4 Stunden um den Sieg fahren werden.
Zum zehnten Mal findet das Mofarennen in Fischbach statt. Mit dabei sind 50 Teams, die 17 3/4 Stunden um den Sieg fahren werden. | Bild: Albert Bantle

"Da oben geht es zu, wie beim professionellen Rennsport", sagt Lipp. Eine professionelle Firma messe die gefahrenen Zeiten, die dann an die Organisatoren weitergegeben werden. Diese beobachten das gesamte Rennen über Bildschirme. Sollte es zu Auffälligkeiten kommen, werde eingegriffen. Beispielsweise habe es in der Vergangenheit immer wieder Regelverstöße gegeben, indem ein Team zu schnell unterwegs war, berichtet Lipp. Erlaubt sind nämlich höchsten 50 Stundenkilometer.

Die Gründe für die Beliebtheit des Rennens liegen für Daniel Lipp auf der Hand. Es handle sich um ein Langstreckenrennen, bei dem es um das Durchhaltevermögen der Fahrer und nicht unbedingt um die schnellste Maschine geht. Es habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass nicht das Team mit dem schnellsten Fahrzeug gewinnt, sondern das, das die wenigsten Reparaturen hat und dessen Fahrer am konzentriertesten Fahren. "Ein weiterer Reiz liegt daran, dass die komplette Nacht durchgefahren wird", sagt Daniel Lipp. Wenn die Sonne untergehe und es beginne, dunkel zu werden, habe die Rennstrecke eine völlig andere Atmosphäre.

Für die zehnte Auflage des Mofarennens wollten die Organisatoren ein besonderes Programm auf die Beine stellen. Wie genau das aber aussehen wird, ist noch nicht ganz sicher. Ein Feuerwerk komme eher nicht in Frage, eine Motorradshow mit spärlich bekleideten Damen auch nicht, da ein großer Teil ihres Publikums noch minderjährig sei. Sicher ist aber, dass es ein Partyzelt mit DJ und Lasershow geben wird. Ansonsten sei man noch auf der Suche nach Attraktionen.

Eine Genehmigung für die Veranstaltung haben die Organisatoren im Übrigen noch nicht, gibt Daniel Lipp zu. Besorgt sei er aber nicht. "Das Knappste, was wir hatten, war eine Woche", sagt er. Tatsächlich sei die Zusammenarbeit mit den Behörden sehr gut und es habe noch nie größere Schwierigkeiten gegeben. Das gelte auch für die örtliche Verwaltung, für Ortsvorsteher Peter Engesser und Bürgermeister Martin Ragg.

Das Rennen

  • Historie: Die Idee zu dem Mofarennen entstand im Dezember 2000 bei einer Probe der Guggenmusik Ohrwürmer. Später stiegen der Jugendclub und der Musikverein mit ein. Heute besteht das Organisationsteam im Kern aus 25 Leuten, von denen fünf von Anfang an dabei sind.
  • Ablauf: Am Donnerstag wird auf dem Feld am Bubenholzweg aufgebaut. Am Samstag, 8. September, startet um 13 Uhr das freie Training, um 16.30 Uhr die Qualifikation, um 18.15 Uhr das Rennen. Am 9. September endet das Rennen um 12 Uhr. Um 13 Uhr findet die Siegerehrung statt.
  • Reglement: Ein Team besteht aus fünf Fahrern, die sich während des Rennens abwechseln, und zwei Mechanikern. Die Fahrer müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Die Höchstgeschwindigkeit während dem Rennen liegt bei 50 Kilometern pro Stunde.