Seit dem Wochenende haben Besucher des Heimatmuseums in Fischbach die Möglichkeit, die Sonderausstellung der Schwenningerin Gabriele Schwaiger zu besichtigen. Bereits am Sonntagnachmittag zeigten sich zahlreiche Besucher des Museums von der individuellen Kunstgestaltung der Künstlerin begeistert.

Für ihre filigrane neue Technik der Modulationsbildschöpfung verwendet Gabriele Schwaiger unzählige verschiedene Malstifte mit unterschiedlichen Maleigenschaften und schafft so aus feinsten Linien und subtilen Farbschattierungen bezaubernde Bildwerke mit faszinierenden Wirkungen auf den Betrachter. Sehr häufig kommt dabei als Grundmuster das sogenannte und ursprünglich aus Indien kommende Paisley-Motiv zur Geltung, aus dem sich eigenständige oder verbundene Figuren, wie beispielsweise Sternzeichen, organisch entwickeln.

Es sind die feinen Linien, die die Werke von Gabriele Schwaiger prägen.
Es sind die feinen Linien, die die Werke von Gabriele Schwaiger prägen. | Bild: Albert Bantle

Im Gespräch mit den Besuchern betonte Gabriele Schwaiger, wie wichtig es ihr sei, dass ihre Werke nicht zu groß dimensioniert sind, da diese sich sonst in sich selbst verlieren. Gefreut habe sie sich im Nachhinein sehr über das große Interesse und die zahlreichen Besucher, darunter viele Freunde aus der Gemeinde Niedereschach, in der die Familie Schwaiger 17 Jahre lang gewohnt hat.

Eine solche Freundschaft bestehe auch zu Museumsleiter Hans-Otto Wagner, der Gabriele Schwaiger zu deren erster Ausstellung ihrer Werke habe überreden können. Er sei sofort begeistert von den Werken Schwaigers gewesen, sagt er. Sie haben nach einer Experimentierphase eine sehr individuelle Mal-Zeichnen-Kunstgestaltung entwickelt, welche die Künstlerin selbst die „Kunst der feinen Linien“ nennt.

Mit diesen Malstiften zaubert Gabriele Schwaiger ihre Kunstwerke auf Leinwand und Papier.Bild: Bantle
Mit diesen Malstiften zaubert Gabriele Schwaiger ihre Kunstwerke auf Leinwand und Papier.Bild: Bantle

Tatsächlich griffen einige Besucher zur Lupe, um diese feinen Linien auf den Exponaten, bei denen Schwaigers frühere Ausbildung als Musterzeichnerin und Designerin unübersehbar ist, richtig einordnen zu können.

Künstlerin und Besucher nutzen das Museumscafé, um sich über die ausgestellten Werke auszutauschen. Mit dabei sind die Tocher der Künstlerin Janica Schwaiger (von links), die Künstlerin Gabriele Schwaiger, Wolfgang und Ilona Reiner sowie Karlheinz und Veronika Ettwein. <em>Bilder: Albert Bantle</em>
Künstlerin und Besucher nutzen das Museumscafé, um sich über die ausgestellten Werke auszutauschen. Mit dabei sind die Tocher der Künstlerin Janica Schwaiger (von links), die Künstlerin Gabriele Schwaiger, Wolfgang und Ilona Reiner sowie Karlheinz und Veronika Ettwein. Bilder: Albert Bantle