Zum Preis von 201 405 Euro wird das Pumpwerk in Fischbach von Grund auf saniert. Dies beschloss der Niedereschacher Gemeinderat, nachdem Fachingenieur Dominik Bordt dem Gremium die technischen Details der veralteten Technik erläutert hatte.

Zentrale Wassergewinnungsstelle

Das Pumpwerk Fischbach ist mit der Kohlbrunnenquelle die zentrale Wassergewinnungsstelle der Gemeinde Niedereschach. Rund 70 Prozent des Trinkwassers stammen aus diesem Bereich. Die technische Ausrüstung des Pumpwerks aus dem Jahr 1989 müsse dringend saniert werden.

Bei Ausschreibung 38.243 Euro gespart

Die Elektro- und die Verfahrenstechnik wurden unter fünf Bietern ausgeschrieben. Den Auftrag für die Verfahrens- und Prozesstechnik erhielt die Firma Strecker aus Tuttlingen zum Preis von 122.993 Euro und für die elektrotechnische Ausrüstung erhielt die Firma Meitec aus Bahlingen den Auftrag in Höhe von 78.411 Euro. Hoch erfreut waren Bordt, die Verwaltung und die Gemeinderäte darüber, dass die Ausschreibung ein um 38.243 Euro günstigeres Ergebnis als erwartet erbracht hat.

Maßnahme wird im Frühjahr 2020 ausgeführt

Auf Nachfrage von Fischbachs Ortsvorsteher und Gemeinderat Peter Engesser erklärte Bordt, dass die Maßnahme aller Voraussicht nach im Februar und März 2020 durchgeführt wird. Durch den geplanten wechselseitigen Umbau sei gewährleistet, dass auch während der Sanierungsmaßnahme stets Wasser aus den Leitungen kommen wird.

„Es stinkt wie im Schwimmbad“

Aus den Reihen der Zuhörerschaft fragte Barbara Hug aus Fischbach, wie es möglich sei, dass sie in ihrem nahe am Pumphaus gelegenen Wohnhaus besonders an den Wochenenden deutlichen Chlorgeruch wahrnehme. „Manchmal stinkt es aus dem Wasserhahn in meiner Küche nach Chlor, man könnte meinen, man wär im Schwimmbad“.

Mit der Chlorung fahre man am absoluten Minimum, erklärte dazu Ortsbaumeister Hartmut Stern. Es handle sich nur um eine vorsichtige „Transportchlorung“. Allerdings sei es so, dass an den Wochenenden weniger Wasser verbraucht werde, worauf die jetzige alte Dosieranlage nicht reagiere. Da könne es schon sein, dass der Chlorgeruch schon mal durchschlage. Nach der Sanierung werde dies mit der neuen Dosieranlage auf jeden Fall besser.