Niedereschach – Seinen 85. Geburtstag bei guter Gesundheit feierte der Ehrenzunftmeister der Narrenzunft Fischbach, Hans Kaltenbach. Auf dem Sommerberg in Fischbach ging es dabei hoch her und die Schar der Gratulanten wollte kein Ende nehmen. Der Musikverein erfreute den Jubilar vor seinem Haus mit einem flotten musikalischen Geburtstagsständchen unter der Leitung von Vizedirigent Albert Roth. Die Vorsitzende der Musiker, Esther Roth, und ihr Stellvertreter Michael Stern überreichten zudem ein Präsent und würdigten die großen Verdienste des Jubilars um den Verein.

Hans Kaltenbach mit Ortsvorsteher Peter Engesser.
Hans Kaltenbach mit Ortsvorsteher Peter Engesser.

Doch nicht nur bei den Musikern ist das verdienstvolle Geburtstagskind längst Ehrenmitglied, sondern auch beim Kirchenchor Cäcilienverein Fischbach, dem FC Fischbach und natürlich bei der Narrenzunft Fischbach. Für den Kirchenchor gratulierten Margit Müller und Harald Walther, für den FC Fischbach Uli Scharnitzki und Heinz Obergfell und für die Narrenzunft Christoph Droxner und Andy Ettwein.

Narr ein Leben lang

Keine Frage ist, dass dem Jubilar die Narrenzunft Fischbach ganz besonders am Herzen liegt. Schließlich war er fast 20 Jahre lang deren Zunftmeister und ist bis heute durch viele gemeinsame Aktivitäten noch eng mit der Zunft verbunden. Das wurde nicht nur in der aussagekräftigen Laudatio des amtierenden Zunftmeisters Christoph Droxner deutlich, sondern zeigte sich auch durch die Anwesenheit der Fischbacher Ehrennarrenräte Edgar Schlenker, Manfred Stern, Egon Schlenker, Eckard Link, Fritz Storz und Erwin Obergfell sowie des früheren Zunftmeisters Harald Walther – alles treue und närrische Weggefährten des Jubilars. Sie alle schwelgten bei der Geburtstagsfeier am Sommerberg zusammen mit dem Geburtstagskind in einer Vielzahl von Erinnerungen.

Hamperle-Touren mit guten Freunden

Dabei wurde nicht nur die Geschichte der Narrenzunft seit 1973 wieder so richtig lebendig, sondern auch die vielen gemeinsamen Hamperle-Touren quer durch Deutschland. Es gab viel zu lachen und Hans Kaltenbach genoss sichtlich das gesellige Zusammensein, das im schon immer wichtig war. Mit seiner geselligen Art und seinem gesunden, mit viel Mutterwitz gepaarten Humor lebt er in solchen gemütlichen und erinnerungsträchtigen Runde sichtlich auf. In die Schar der Gratulanten reihten sich neben seinen Kinder Armin Kaltenbach und Claudia Schulz auch acht Enkel und sieben Urkenkel ein. Auf seine Kinder und Enkel ist der Jubilar ganz besonders stolz.

Ortsvorsteher gratuliert auch

Stolz auf den Jubilar zeigte sich dagegen Ortsvorsteher Peter Engesser, der ebenfalls gratulierte und neben seinen auch die Glückwünsche von Bürgermeister Martin Ragg übermittelte. Engesser überreichte dem Geburtstagkind als Zeichen der Wertschätzung eine Urkunde mit persönlicher Widmung. "Hans Kaltenbach ist eine lebende Legende für mich", sagte Engesser. Der Ortsvorsteher erinnerte an die schwere Jugendzeit des 1933 in St. Georgen geborenen Jubilars, der 1956 nach der Heirat mit seiner großen Liebe, Julia Kaltenbach, mit der er 58 Jahre lang verheiratet war und deren Tod im Jahr 2014 für ihn einen harten Schicksalschlag bedeutete, aus seiner Heimat nach Fischbach zog. Dort hat sich Kaltenbach nach eigener Aussage von Anfang an sehr wohl und gut aufgenommen gefühlt. Entsprechend hat er sich auch in den Vereinen engagiert. Seine vielfältigen Verdienste in den einzelnen Vereinen aufzuzählen wäre seitenfüllend. Peter Engesser fasste es so zusammen: "Hervorzuheben ist, dass Hans Kaltenbach sich stets für unsere Dorfgemeinschaft und das Vereinsleben engagiert hat und dies noch immer tut."

Jugendzeit in St. Georgen

Unvergessen ist für Hans Kaltenbach seine Jugendzeit in St. Georgen. Der Vater starb, als er fünf Jahre alt war, der Krieg stand vor der Tür und er arbeitete als Hirtenbub, um über die Runden zu kommen. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er 1948 eine Feinmechanikerlehre bei der Firma Gebrüder Steidinger in St. Georgen, wechselte danach zur Firma Dual. Von 1961 bis zum Eintritt in den Ruhestand war er bei der Kienzle Apparate in Villingen tätig.

Kicker nach dem Krieg

Sportlich war er über Jahrzehnte Fußballer, nach dem Krieg im damals von der französischen Militärverwaltung als einzig genehmigten Allgemeinen Sportverein St. Georgen (ASV), der zwei Jahre später vom FV St. Georgen übernommen wurde. Ungenehmigt spielte Kaltenbach damals auch in einer wilden Schülermannschaft. In St. Georgen spielte er später in der A-Jugend und danach sogar in der damaligen zweiten Amateurliga, ehe er sich später dem FC Fischbach anschloss.