Mal aus dem Alltagstrubel rauskommen, Zeit haben für sich und für andere, auf neue Gedanken kommen – und etwas Neues über Gott und seine Welt erfahren. Dies sind die Ziele, die sich die Bewegung der Frühstücks-Treffen für Frauen gesetzt hat. Diese Treffen sind inzwischen auch in Niedereschach zu einem Dauerbrenner geworden.

Die Entdeckungsreise

Das jüngste in der Eschachhalle vom Verein Frühstücks-Treffen für Frauen in Deutschland (FFF) Villingen-Schwenningen organisierte Frühstückstreffen, bestens in alter Manier vom Tennisclub Niedereschach bewirtet, stand unter dem Motto „Werde, die du bist – eine Entdeckungsreise in die Welt der eigenen Persönlichkeit“. Referentin war die Berlinerin Dorothee Döbler.

Wie Persönlichkeiten überhaupt entstehen, wo und wie sie festgeschrieben sind, mit dieser Frage befasste sich in ihrem Vortrag die Berliner Lebensberaterin Dorothee Döbler
Wie Persönlichkeiten überhaupt entstehen, wo und wie sie festgeschrieben sind, mit dieser Frage befasste sich in ihrem Vortrag die Berliner Lebensberaterin Dorothee Döbler | Bild: Gerd Jerger

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der Gruppe VS, Beate Klumpp aus Tuningen, und musikalisch untermalt von einer Bläsergruppe mit Schülern und Dozenten der Musikakademie Villingen gab es zuerst ein kleines Schauspiel mit dem Titel „Frauen im Spiegel“, beginnend mit einer Dreijährigen, die sich im Spiegel als eine Königin betrachtet. Mit acht Jahren sieht sie sich dann als Aschenputtel, mit 30 als zu dick, zu dünn, die Haare zu strähnig. Die 80-Jährige jedoch verzichtet auf den Spiegel, setzt sich einfach einen Hut auf und genießt das Leben.

Mitreißender Vortrag

In ihrem mitreißend gestalteten Vortrag befasste sich die Referentin Dorothee Döbler mit den Fragen, wie Persönlichkeiten überhaupt entstehen, wo und wie sie festgeschrieben sind, an welchen Stellen sich Persönlichkeiten weiterentwickeln. Also eine Entdeckungsreise, in der sie den Fragen nachging, wie eine Persönlichkeit durch genetische, also angeborene Bedingungen entsteht. Als zweites nannte sie die Prägung die jemand von seinem Umfeld mitbekommt, als drittes die ganz persönlichen Lebensentscheidungen, wie jemand mit persönlichen Lebenssituationen umgeht und als viertes ging sie auf den Glauben ein, oder die Entscheidung, nichts zu glauben. Und vor allem befasste sie sich mit der Frage, ob das, was jemand schon ist, wirklich alles ist, oder was er noch werden kann, also: „Welche Möglichkeiten habe ich, mich noch zu entwickeln“.