Niedereschach – 17 Jahre lang wohnte die Familie Harald und Gabriele Schwaiger mit ihrer Tochter Janica in Niedereschach, seit dem Jahr 2010 in Villingen-Schwenningen. Vielen Niedereschachern ist die Familie noch in gutem Gedächtnis und sie alle dürfen sich nun auf ein Wiedersehen freuen, denn in den Monaten September, Oktober und November, jeweils am ersten Sonntag dieser Monate, ist dabei im Heimatmuseum in Fischbach von 14 bis 17 Uhr das künstlerische Schaffen von Gabriele Schwaiger zu bestaunen.

Von Harald Schwaiger gab es im Museum Niedereschach schon einige Ausstellungen und viele seiner naturalistischen Gemälde zählen heute zum festen Bestandteil des Museums. Harald Schwaiger ist anerkannter Kunstmaler und Künstler der klassischen Weise. Gabi Schwaiger ist Innenarchitektin und Raumdesignerin. Sie hat sich, inzwischen im Ruhestand, in ihrem neuen Domizil in Schwenningen ein kleines Studio für ihre kreativen Vorhaben eingerichtet und nach einer Experimentierphase eine sehr individuelle Malen-Zeichnen-Kunstgestaltung entwickelt.

Sie nennt sie "Kunst der feinen Linien" und diese hängt eng mit ihrer früheren Ausbildung als Musterzeichnerin/Designerin bei einer Druckerei zusammen. Nachdem sie am Technikum Reutlingen ihre Fachqualifikation erreicht hatte, lieferte sie unter anderem für die Firma Egeria in Tübingen die Entwürfe für Bademäntel und Handtücher.

Dort war Gabriele Schwaiger auch eine der ersten Textildesignerinnen, die in den 70er Jahren erstmals die in Deutschland eingeführten computergesteuerten Webmaschinen programmierte. Auf dieser Basis war Gabriele Schwaiger dann von 1981 bis 1987 als freischaffende Designerin für verschiedene Textilfirmen in Deutschland tätig.

1993 zog es die Familie Schwaiger dann nach Niedereschach in ihr neues Eigenheim, wo sie sich schnell einen neuen Freundeskreis schufen. Gabriele Schwaiger, die inzwischen noch Innenarchitektur studiert hatte, fand eine Anstellung als Raumdesignerin und Innenarchitektin.

Für ihre filigrane neue Technik der Modulationsbildschöpfung verwendet sie unzählige Malstifte mit unterschiedlichen Maleigenschaften, um so aus feinsten Linien und subtilen Farbschattierungen bezaubernde Bildwerke mit faszinierenden Wirkungen auf den Betrachter zu schaffen. Sehr häufig kommt dabei als Grundmuster das sogenannte Paisley-Motiv zur Geltung, aus dem sich eigenständige oder verbundene Figuren organisch herausentwickeln.

Auf Grund der persönlichen Freundschaft zur Familie Schwaiger ist es Museumsleiter Hans-Otto Wagner gelungen, Gabriele Schwaiger für diese erste Ausstellung ihrer traumhaften Werke zu gewinnen.