Die Brotspende ist in der Gemeinde Niedereschach ein bedeutsames Ereignis. Bürgermeister Martin Ragg zitierte eine stattliche Anzahl verdienter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Sportler und Blutspender zu sich auf die Bühne in der Eschachhalle. „Wir haben heute außergewöhnliche Ehrungen für außergewöhnliche Menschen“, sagte Ragg.

Der Vorsitzenden des Forums Niedereschach, Annette Rienhöfer-Schweer, wurde die ganz besondere Ehre der Verleihung der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg zuteil.

Mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg wird die Vorsitzenden des Forum Niedereschach, Annette Rienhöfer-Schweer ausgezeichnet.
Mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg wird die Vorsitzenden des Forum Niedereschach, Annette Rienhöfer-Schweer ausgezeichnet. | Bild: Gerd Jerger

Ragg umriss die vielseitige und beispielhafte Arbeit des Forums, das mit seinen gerade mal sieben Aktiven seit Jahren den Niedereschacher Bürgern ein wahrlich anspruchsvolles Kulturprogramm präsentiere. Damit habe sich das Forum bestens etabliert und sich inzwischen in der ganzen Region einen Namen gemacht. „Gewiss ist das Forum Niedereschach eines der ganz entscheidenden Elemente, welche diese Einzigartigkeit dieser Gemeinde ausmachen“, sagte Ragg.

Seit über 20 Jahren bilde Annette Schweer den Kopf dieses engagierten Teams. Sie trage die rechtliche Verantwortung, somit seien alle Voraussetzungen gegeben, um ihr als Dankeschön für ihre uneigennützige und beispielhafte Arbeit für ihre Mitmenschen die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg zu überreichen.

Als „Engel vom Ammelbach“, so Bürgermeister Martin Ragg, werde der 90-jährige Willy Plewka in Kappel bezeichnet. Und in der Tat sei Plewka ein wunderbarer, stiller Helfer. Er leite den Seniorentreff in Kappel und versorge zudem seine Nachbarn regelmäßig mit Obst und Pflanzen. Zudem besuche er die kranken Kappeler Senioren zuhause oder im Krankenhaus. Zudem fährt Plewka alleinstehende Senioren zu Arztterminen, holt sie zu ihren Treffs daheim ab und fährt sie wieder zurück.

Wer sich einmal in die Situation von alleinstehenden, nicht mehr mobilen Menschen versetze, deren Kinder und anderen Angehörigen weit weg wohnen, könne erahnen, wie wertvoll der Einsatz des unermüdlichen Willy Plewka sei. „Solche Menschen sind Gold wert“, sagte Ragg. Er wartete mit einer Mitteilung auf, die viel über den agilen Senior aussagt: Mit 90 Jahren – und dieses Alter sehe man ihm wahrlich nicht an – habe Plewka sogar noch damit begonnen, das Keyboardspiel zu erlernen.

Eine stattliche Anzahl von Blutspendern, angefangen von zehn bis zu 100-maligem Aderlass, wurde von Bürgermeister Martin Ragg ausgezeichnet.
Eine stattliche Anzahl von Blutspendern, angefangen von zehn bis zu 100-maligem Aderlass, wurde von Bürgermeister Martin Ragg ausgezeichnet. | Bild: Gerd Jerger

Mit dem Blutspenden anderen Mitmenschen das Leben retten zu können, sei eine ganz wichtige Angelegenheit. „Jeder von uns kann durch Unfall oder Krankheit auf eine solche Blutspende angewiesen sein“, sagte Ragg. Deshalb sei es ihm ein großes Bedürfnis, die regelmäßig spendenden Mitbürger gerade im Rahmen der Brotspende auszuzeichnen.

Dieses Mal konnte Bürgermeister Ragg eine wirklich seltene Auszeichnung aussprechen: Für 100-maliges Blutspenden wurde Konrad Obergfell geehrt. Für 50-maliges Blutspende wurden Irmgard Flaig, Irmgard Klee, Thorsten Messner, Herbert Rist, Peter Treutner ausgezeichnet. 25-mal gespendet haben Thomas Blank, Barbara Brauner, Martin Emminger, Manfred Käfferlein, Ursula Laufer, Sabine Müller, Florian Reis, Wolfgang Schwochert. Für zehnmaligen Aderlass wurden Alexandra Emminger, Ewald Götz, Gabriele Knoblauch, Wolfgang Marksteiner, Regina Piotrowski, Benedikt Roming, Thorsten Simon, Michelle Sonnenberg ausgezeichnet.

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