Die ganz heiße Phase für das zehnte internationale Fischbacher Mofa-Langstreckenrennen, bekannt als "Die 17 3/4 Stunden von Fischbach", hat begonnen. Am Dienstagabend war das Streckenteam, teils mit schwerem Gerät damit beschäftigt, umfangreiche Arbeiten im Bereich der Rennstrecke durchzuführen.

  • Neues und Altbewertes: Erstmals wird es im Streckenbereich sogar einen Tunnel geben. Der Rennleiter und Leiter des Organisationsteams, Daniel Lipp, bleibt gewohnt gelassen. "Alles läuft gut. Wir haben schon jahrelange Erfahrung. Da geht viel über Routine", sagt Lipp und freut sich mit seinem Team riesig sich auf das bevorstehende Rennwochenende im Bubenholzweg.

Auch bei der zehnten Auflage hält man am bewährten Konzept fest, wonach in erster Linie das Rennen perfekt sein muss. Zum Rahmenprogramm gehört ein riesiges Partyzelt mit professionellen DJs. Hier hat man mit der Firma Eventeceeber einen Profi aus der Region gefunden, der mit seinem Team für eine einzigartige Stimmung in der Kolbenfresserbar sorgen soll. Bekannt von den Chili Beats Partys soll er mit seinem Team und einer Laser- und Lichtshow dem Publikum am Samstag ab 20 Uhr bis in die Morgenstunden einheizen. Auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher wird wie immer bestens gesorgt sein.

Die Siegerehrung am Sonntag um etwa 13 Uhr soll in diesem Jahr erneut ein bisschen besser werden. Aber es werde dem Wetter geschuldet sein, ob man dabei in die Vollen gehen könne, sagte Lipp. Seit Jahren sei dem Team auch der enorme Dieselverbrauch der Aggregate ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund habe man die Beleuchtung fast komplett auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Dadurch versuche man den Strom- und den Dieselverbrauch drastisch zu senken.

  • Viele Helfer: Die Anzahl der Helfer liegt in diesem Jahr bei rund 200. Jeder der schon einmal ein Fest organisiert hat weiß, wie viel Arbeit es im Vorfeld bedeutet, überhaupt so viele Helfer zu finden. Nicht eingerechnet sind bei dieser Zahl die im Einsatz befindlichen Mitglieder der Hilfsorganisationen. Hier sind das Rote Kreuz Fischbach und Niedereschach sowie die beiden ehrenamtlichen Notärzte, die permanent vor Ort sind, um im Notfall zu helfen, zu nennen. Einen weiteren wichtigen Part nimmt die Freiwillige Feuerwehr Fischbach mit ihren beiden Kommandanten Jürgen Seemann und Jürgen Stehle an der Spitze ein.

Die Floriansjünger haben einmal mehr alle Hände voll zu tun, der vorausgesagten Blechlawine Herr zu werden, die den 1200 Einwohner zählenden Niedereschacher Ortsteil Fischbach am Rennwochenende bevorstehen wird. Es sei eine "Herkulesaufgabe", diese geordnet auf die Parkflächen zu lotsen, meint Lipp. "Ohne die Jungs und Mädels von der Feuerwehr wäre das Chaos perfekt, bevor das Rennen beginnt. Das tun die alle ehrenamtlich und dafür sind wir sehr dankbar, denn das ist nicht überall selbstverständlich." Darüber hinaus bekommen die Organisatoren in diesem Jahr Unterstützung von der Patenkompanie des Jägerbataillons aus Donaueschingen, die das Event mit einer kleinen Einheit und technischer Hilfe unterstützt.

  • Hoch motiviert: Das gesamte Mofarennteam ist wieder hochmotiviert dabei. "Alle Beteiligten sind akut vom Virus der 17 3/4 Stunden von Fischbach" infiziert, meint Lipp und lacht. Für ihn sei klar, dass die Atmosphäre wieder einzigartig sein werde. Wenn sich langsam die Nacht über das Gelände senke und die Mofalichter angehen, dann fange es bei ihm wirklich an "zu kribbeln". Da werde echter Rennsport geboten. Da werde um Zentimeter gekämpft im Gelände und sich über das Mofa gebückt und auf der Geraden im Windschatten gefahren.

In der Boxengasse werde geschraubt, gefeilt, gejubelt und geflucht und das die ganze Nacht hindurch, bis endlich am Sonntagmorgen wieder langsam die Sonne aufgehe. Dann seien es noch gut sechs Stunden bis zum Zieleinlauf und die Teams holen dann noch einmal alles aus sich und den Maschinen heraus, bevor der Rennleiter um 12 Uhr endlich die schwarz-weiss-karierte Zielflagge schwenkt, gerät schwärmte Daniel Lipp voller Vorfreude. Wer die sehe sei in jedem Fall ein Sieger, egal auf welchem Platz er oder sie letztendlich lande. Die Siegerehrung sei nur noch das Sahnehäubchen, inklusive der obligatorischen Sektdusche.

  • Für die Fischbacher Jugend: Für Daniel Lipp ist klar, dass es eine Ergänzung zu dem Veranstaltungskalender mit vielen Hallenfesten geben müsste. Wenn auf den Dörfern gerade für jungen Leute nichts geboten werde, dann seien die weg, zeigte er sich überzeugt. "Ich hatte das Glück, meine Jugend in der Zeit der Fischbacher Dorffeste verbringen zu dürfen und das war schön", stellte der Organisator des Rennens klar. Mit dem Mofarennen haben er und die Mitglieder des Organisationsteams die Chance wieder etwas zurückzugeben – sowohl an die derzeit lebenden Menschen als auch an die nachfolgende Generation. Man dürfe nicht immer nur auf den eigenen Nutzen schauen. "Nur so funktioniert es auf dem Dorf."

"Wir sehen uns auch ein bisschen als "Kaderschmiede" für künftige Vorstandsmitglieder, meinte Lipp. "Bei uns im Organisationsteam sind viele sehr junge Mädels und Jungs und hier darf man auch mal einen Fehler machen und daraus lernen, ohne dass es gleich ein Weltuntergang ist." Bei den erfahrenen Kollegen können sie sich den einen oder anderen Kniff abschauen. "Ich glaube, da steckt enormes Potenzial drin."

  • Helfer willkommen: Am heutigen Donnerstag, 6. September, geht der Aufbau ab 14 Uhr weiter. Am Freitag, 7. September, bereits ab 8 Uhr. Der Abbau beginnt am Sonntag, 9 September, um 15 Uhr und am Montag, 10 September, um 8 Uhr. "Spontane Helfer sind herzlich eingeladen, einfach vorbei zu kommen und mit zu helfen", sagte Daniel Lipp. "Wir freuen uns auch über einen spontanen Kuchen."