In Top-Form präsentierte sich der Fußballclub 1922 Kappel (FCK) beim Festbankett in der gut besuchten Schlossberghalle. Zum 100. Geburtstag des Vereins wurde dort groß gefeiert.

Ein Abend voller Erinnerungen

Eindrucksvoll stellte der FCK dabei unter Beweis, dass ein Festbankett keine trockene Angelegenheit sein muss. Der Abend war unterhaltsam, humorig und doch informativ, gespickt mit vielen sportlichen und auch geselligen Vereins-Anekdoten. Die Besucher bekamen viele Einblicke in die 100-jährige Geschichte des Vereins.

Die Trachtenkapelle Kappel sorgt unter Leitung von Dirigent Sven Bruckner für die musikalische Ausgestaltung des Festabends.
Die Trachtenkapelle Kappel sorgt unter Leitung von Dirigent Sven Bruckner für die musikalische Ausgestaltung des Festabends. | Bild: Albert Bantle

Das lag unter anderem an den beiden Moderatoren Matthias Ziegler und Matthias Kreutzer, die als Matze und Matze gekonnt durch das Programm führten. Sie befragten immer wieder einzelne, treue FCK-Mitglieder aus den Reihen des Publikums zu bestimmten erinnerungsträchtigen Ereignissen aus den 100 Jahren Vereinsgeschichte.

Eine Legende erzählt

Darunter war auch die FCK-Legende Oskar Lewandowski, der bereits vor über 70 Jahren erstmals die Fußballstiefel für den Verein geschnürt hatte und aktuell am längsten dem Verein angehört.

Gut besucht ist das Festbankett zum Jubiläum des FC Kappel in der Schlossberghalle.
Gut besucht ist das Festbankett zum Jubiläum des FC Kappel in der Schlossberghalle. | Bild: Albert Bantle

Zudem ging es bei den Publikumsbefragungen um die schönsten Siege, die bittersten Niederlagen, um Auf- und Abstiege, Höhen und Tiefen sowie um gesellige, kameradschaftliche und lustige Runden und Begebenheiten.

Unvergessliche Anekdoten

Bei einer solchen geselligen Runde zu später Stunde hatten Fußballer des FCK im Hause der Familie Käfer mitten in der Nacht festgestellt, dass keine Milch mehr für den Kaffee vorhanden war. Das Problem wurde auf fast unglaubliche Weise gelöst – wenn auch mit Nebenwirkungen.

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Schützen-Wirt und Landwirt Manfred Ketterer suchte kurzerhand seinen Kuhstall auf, nahm eine seiner Kühe ans Halfter und spazierte mit der Kuh nicht nur zum, sondern auch ins Haus der Familie Käfer, um das Milchproblem vor Ort zu lösen. Die Folge: Die Kuh rutschte im Hausgang aus, die Haustüre ging zu Bruch und einen der Feiergäste beglückte die Kuh noch mit einer geballten Ladung Kuhfladen aufs Hemd.

Der Pfarrer immer am Ball

Unvergessen ist auch ein Wortgefecht bei einem Lokalderby in Niedereschach – und zwar zwischen dem früheren evangelischen Pfarrer von Niedereschach, Martin Grab, der vor vielen Jahren für den FCK spielte, und einem aufgebrachten Niedereschacher Zuschauer. Dieser rief Martin Grab zu: „Pfarrer, ich hol Dir die Glocken vom Dach“, worauf Grab konterte: „Und Dich bringe auch noch unter die Erde.“

Die Gastredner

Zwischen diesen kurzweiligen und lustigen Interviews fanden Ehrungen statt. Verschiedene Gastredner würdigten den FCK, verteilten dabei viel Lob und Anerkennung und übergaben Gastgeschenke.

Beim humorigen Auftritt von Werner Reich (links) und Wolfgang Hauser erfährt das Publikum jede Menge FCK-Interna.
Beim humorigen Auftritt von Werner Reich (links) und Wolfgang Hauser erfährt das Publikum jede Menge FCK-Interna. | Bild: Albert Bantle

So waren unter anderem Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg, Kappels Ortsvorsteher Thomas Braun, Werner Fichter vom Südbadischen Fußballverband (SBFV) und Petra Heini für alle Kappler Vereine dabei.

Werner Fichter vom Südbadischen Fußballverband (links) überreicht Michael Jobst zum Jubiläum den Ehrenbrief.
Werner Fichter vom Südbadischen Fußballverband (links) überreicht Michael Jobst zum Jubiläum den Ehrenbrief. | Bild: Albert Bantle

Der emotionale Höhepunkt des Festbanketts war die Würdigung der großen Verdienste des Ehrenvorsitzenden Walter Erne. Ihm zu Ehren heißt der Kunstrasenplatz des FCK ab sofort „Walter-Erne-Platz“.